Bankkonten: In jungen Jahren zählt die Lastschrift und nicht der Zins

Je früher mit dem Vermögensaufbau begonnen wird, desto besser. Im Frühstadium der Kapitalbildung sollte das Augenmerk auf regelmäßiger Ersparnis liegen. Die Erfahrung zeigt, dass gerade junge Menschen hier Probleme haben. Der Zinssatz hingegen spielt zunächst nur eine untergeordnete Rolle.

Wer im Alter von 22 Jahren beginnt, jeden Monat 200 Euro auf die Seite zu legen, kann sich nach 5 Jahren über ein Vermögen von 12.786 Euro freuen, wenn die Guthaben mit 2,5 Prozent p.a. und jährlicher Zinsgutschrift verzinst werden. Die Erträge machen davon 786 Euro aus – 12.000 Euro entfallen auf die Einzahlungen.

Bei 3,5 Prozent Zinsen beläuft sich das Vermögen nach 5 Jahren Einzahlungsdauer auf 13.114 Euro – 328 Euro oder auch 2,5 Prozent mehr als im ersten Szenario. Die Quintessenz: Wer zu Beginn des Erwerbslebens in der Lage ist regelmäßig zu sparen, sollte dies tun und keine Zeit mit der Suche nach einem möglichst hohen Zinssatz verschwenden.

Der vielbeschworene Zinseszinseffekt macht sich erst nach längerem Sparen deutlich bemerkbar: Bei 3,5 Prozent Zinsen im Jahr dauert es bis zum 37. Jahr nach dem Beginn der Einzahlungen, bis der jährliche Zuwachs zu einem größeren Teil aus Zinserträgen als aus Einzahlungen besteht.

Autor: JL