Quelle: flickr.com / Noema

Quelle: flickr.com / Noema

Der Discounter ALDI darf sein Olivenöl nicht mehr mit einem alten Testurteil bewerben. Dies berichtet die Stiftung Warentest auf ihrer Website. Ein entsprechendes Urteil habe das Landgericht Duisburg erlassen. Ein neuer Erntejahrgang sei ein neues Produkt und könne daher nicht mit einem alten Testurteil beworben werden. Zwar sei das Urteil noch nicht rechtskräftig, gleichwohl begrüße Stiftung Warentest die Entscheidung des Gerichtes.

Der Discounter ALDI hatte sein Olivenöl des Erntejahrgangs 2007/2008 mit dem Testurteil eines früheren Jahrgangs beworben. Die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg sah darin eine Irreführung der Verbraucher und klagte dagegen. Das Landgericht Duisburg entschied im Sinne der Verbraucher und untersagte diese Vorgehensweise nun. Olivenöle aus zwei verschiedenen Erntejahrgängen seien keine identischen Produkte. Deshalb dürfe nur der jeweils getestete Jahrgang mit dem Testergebnis beworben werden. Die Stiftung Warentest sieht dies genauso: Nur ein erneuter Test könne Gemeinsamkeiten oder eben auch Unterschiede zwischen zwei Jahrgängen belegen.

Auch die Verbraucherschützer der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg freuten sich über das Urteil. So sagte Dunja Richter, Juristin der Verbraucherzentrale Baden-Württemberg: „Das Urteil schränkt erstmals die irreführende Nutzung von Testurteilen im Lebensmittelbereich ein, wo eine gleichbleibende Qualität des Produkts nicht gewährleistet ist.“ Künftig müssten Händler von Lebensmitteln genau prüfen, ob die Werbung mit einem Testurteil überhaupt noch zulässig sei oder nicht.

Autor: Janko