Schultüten

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  • Schultüte im Test: Schultüten-Bastelset Einhorn von Roth Edition, Testberichte.de-Note: ohne Endnote
  • Schultüte im Test: Schultüte Disney's Princess-Zauberland von Nestler, Testberichte.de-Note: ohne Endnote
  • Schultüte im Test: Schultüte Star Wars 85 cm von Nestler, Testberichte.de-Note: ohne Endnote
  • Schultüte im Test: Kleine Geschenktüte Prinzessin Lillifee von Die Spiegelburg, Testberichte.de-Note: ohne Endnote
  • Schultüte im Test: Große Schultüte Prinzessin Lillifee von Die Spiegelburg, Testberichte.de-Note: ohne Endnote
  • Schultüte im Test: Schultüte Lovely Horses von Esprit, Testberichte.de-Note: ohne Endnote
  • Schultüte im Test: Dinosaurier Saurier Schultüte Zuckertüte 85cm von Nestler, Testberichte.de-Note: ohne Endnote
  • Schultüte im Test: Schultüte Lokomotive 85cm mit Licht & Sound von Roth Edition, Testberichte.de-Note: ohne Endnote

Ratgeber zu Schultüten

Den Trends folgen?

SchultueteMit Schulranzen kann man schon einiges falsch machen, mit Schultüten eher wenig. Denn sehr viele der Spitztüten werden im letzten Kindergartenjahr selbst gebastelt, Motive und Farben von den Kids gewählt. Für die große Masse der übrigen, in Deutschland schätzungsweise 5 Millionen verkauften Schultüten pro Jahr teilen sich gerade einmal zwei große Herstellernamen die Marktführerschaft: Roth aus Lichtentanne und Nestler aus Ehrenfriedersdorf, beides kleine Gemeinden in Sachsen am Rand des Erzgebirges. Die Auswahl ist trotzdem vielfältig, nur wünschte man sich, die Entwicklung entfernte sich nicht zu weit vom Ursprung der herkömmlichen Zuckertüten.


Schultüten sind eine rein deutsche Erscheinung, genauer gesagt eine ostdeutsche Erfindung, deren kulturgeschichtlicher Ursprung bis ins frühe 19. Jahrundert hineinreicht. In den 1950er-Jahren breiteten sich die Spitztüten dann von Thüringen und Sachsen nach Westdeutschland hin aus, und noch heute soll die Form der Schultüte west- oder ostdeutsche Vorlieben verraten. Denn während den Schülern in den östlichen Bundesländern eher sechseckige Tüten von 85 Zentimetern Länge mit auf den Schulweg gegeben werden, überreichen Eltern den Kleinen aus westlichen Bundesländern runde, nur 70 Zentimeter lange Modelle. Umfragen zufolge geben Eltern im Osten rund 90 Euro für eine Schultüte aus, im Westen ein Drittel weniger.
Im Übrigen ist, abgesehen von der konisch geformten Papp- oder Kartonbasis der herkömmlichen Zuckertüten, nicht viel von von klassischen Vorbildern übrig geblieben. Glitzerfolien und Borten, Tüllrosetten, Licht- und Soundeffekte oder 3D-Applikationen dominieren heute das Bild, und immer mehr ABC-Schützen präsentieren am ersten Schultag stolz eine piepende (Boot), ratternde (Lok) oder brüllende (Urwald) Schultüte, die sich von der Masse der kreuzbraven Modelle „Prinzessin“, „Pirat“ „Disney“ oder „Pferd“ abheben soll. Doch die Auswahl ist Geschmackssache, die Qualität bestimmen höchstens Details, die außerdem nur für einen einzigen Tag Geltung besitzen – man kann also wirklich nicht viel falsch machen.
Tränen sind allerdings oft schon geflossen, weil die Spitze dem Gewicht nicht standhielt und unter der Last des Tüteninhalts kurzerhand abknickte. Grund für den Hersteller Roth, seine Tüten mit einer  roten Holzkappe auszustatten, sie patentieren zu lassen und damit zugleich ein Distinktionsmerkmal zur Konkurrenz zu schaffen. Ansonsten scheinen die beiden Hersteller die Meriten des jeweils anderen anzuerkennen und Trends aufzugreifen – unter anderem das Set zum Selbstgestalten oder individualisierte Tüten an den Kunden zu bringen – via Internet-Shopping und mit gerademal zwei Mausklicks. Übrigens werden in Deutschland fast doppelt so viele Schultüten verkauft wie Schüler pro Jahr eingeschult werden. Offenbar achten Eltern darauf, das kleinere Geschwisterkind nicht zurückstehen zu lassen und kaufen auch Tüten im Geschwisterformat.

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Produktwissen und weitere Tests zu Zuckertüten

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Zuckertüten

Schultüten gibt es in allen Farben, Größen und Ausführungen. Beliebt sind Modelle mit Disney-Figuren, Comic-Helden oder Tiermotiven. Neuere Trends markieren Schultüten mit 3-D-Applikationen sowie Licht- und Toneffekten. Eine hohe Nachfrage besteht auch nach Modellen mit aufwendigen Perlen-, Plüsch- oder Glitterdetails. Der Ursprung der Schultüte reicht bis weit in das 19. Jahrhundert hinein. Einer der ersten Belege stammt aus Jena: 1817 erhielten dort Kinder mit Gebäck gefüllte Papiertüten mit Gebäck für den ersten Weg zu Schule. Die führenden Schultütenhersteller produzieren heute in Sachsen, der Brauch allerdings wurde längst von den westlichen Bundesländern übernommen. Während die Füllung noch heute meist süß ist, hat sich das Äußere der Schultüte im Laufe der Jahre stark verändert. Die konische Zuckertüte, die Schulanfängern schon vor 200 Jahren die Einschulung versüßen sollte, ist heute Schultüten in allen Farben, Formen und Größen gewichen. Während die sechseckigen Modelle eine Tradition der neuen Bundesländer bedienen, finden sich rund gerollte Schultüten überwiegend im Westen. Wer Individualität vor Massenware wählt, liegt mit einer selbst gebastelten Schultüte richtig, außerdem hält so die Erinnerung an den Tag der Einschulung länger. Weniger Bastelbegabte finden eine große Auswahl an Schultüten im Fachhandel, bei Discountern oder in Online-Shops. Die größte Freude hat ein Kind, dem Eltern eine auf seinen Geschmack und seine persönlichen Vorlieben abgestimmte Schultüte mitgeben. Beliebt sind Modelle mit Comic-Helden, Disney-Figuren oder Tiermotiven, aber auch geschlechterspezifische Motive wie Pirat oder Prinzessin finden sich in den Klassenzimmern der ABC-Schützen. Die Details erschöpfen sich aber nicht nur im Aufdruck – es gibt auch Qualitätsunterschiede. Hochwertige Zuckertüten verfügen über eine stoßfeste Holzspitze für mehr Stabilität und Stand. Aus jüngerer Zeit stammen Sets aus Schultüten und Schulranzen in einem einheitlichen Farb- und Gestaltungskonzept. Wenn auch die Einschulung selbst eine batteriefreie Angelegenheit ist – die Schultüten der neueren Generation sind es nicht mehr. So finden sich in Regalen und Online-Shops zum Beispiel blinkende oder tönende Modelle. Einen Trend markieren personalisierte Schultüten, die mit dem Namen des Schulanfängers ausgeliefert werden. Schultüten haben in Familien mit einem oder mehreren Geschwisterkindern meist die kleineren Geschwistertüten im Gefolge. Auch so genannte Oma-Tüten, das sind um die 50 Zentimeter großen Modelle, bilden einen Trend ab. Während sich die klaren, schlicht gestalteten Modelle auf dem Rückzug befinden, zeigen sich in jüngerer Zeit vermehrt Schultüten mit 3-D-Applikationen, Glanzfolien, Schmuckborten, Plüschelementen oder Gittereffekten in den Verkaufsregalen.