Vans: Stärken und Schwächen - 3 Vans von Chrysler, Citroen und Kia

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VanVon den drei in einem Test der Zeitschrift „Auto News“ zu einem Vergleich angetretenen Vans wies jedes Model sowohl Stärken als auch Schwächen auf. Zum Testsieger ernannte die Zeitschrift schließlich den Citroen C8 Hdi 170 Biturbo Exclusive, weil er in der Summe den besten Kompromiss des Trios bietet. Der Chrysler Grand Voyager 2.8 CRD Limited hingegen überzeugte zum Beispiel mit dem besten Sitzkonzept, war aber auch der teuerste Wagen im Test. Der Kia Carnival 2.9 CRDi wiederum wäre, sofern die Auszeichnung vergeben worden wäre, fast ein Kandidat für den „Preis-Leistungssieger“ geworden.

Es war wie so oft in einem Auto-Test: keiner der drei Testkandidaten bediente alle Erwartungen der Testfahrer an einen Van wie zum Beispiel genügend Fahrkomfort, Spritzigkeit und gute Ausstattung. Jeder der Kandidaten patzte in einem Bereich und musste einen Konkurrenten davon ziehen lassen.

Da die finanzielle Seite des Autokaufs seit einiger Zeit wieder in den Vordergrund gerückt ist, galt ein besonderes Augenmerk der Tester dem Kia Carnival – kostet er doch immerhin rund 12.00 Euro weniger als der Chrysler Grand Voyager. Im Preis inbegriffen ist sogar die „üppigste“ („Auto News“) Ausstattung im Test, zumindest relational zum Preis. Bemerkenswert spritzig wiederum präsentierte sich der ein Drehmoment von 343 Newtonmetern entwickelnde 185-PS-Motor, und das Fahrwerk hinterließ von allen drei Kandidaten den souveränsten Eindruck. Besonders auf kurvigen Strecken fuhr der Kia die Konkurrenz in den Boden, und die leichtgängige Lenkung trug ebenfalls zu den insgesamt sehr positiven Fahreigenschaften bei. Zur Auszeichnung als Preis-Leistungssieger reichte es dennoch nicht. Vor allem die optische Gestaltung und die Materialien des Innenraums sowie die hakelige Schaltung fielen bei den Testern in Ungnade, und der Testverbrauch von 11,4 Liter – übrigens 3,6 Liter über den Herstellerangaben – war auch kein Ruhmesblatt.

Fast als komplettes Gegenteil des Kia präsentierte sich der Chrysler Grand Voyager – und zwar sowohl beim schon angesprochenen Preis als auch in puncto Motorleistung und Innenraumkomfort. Vor allem der mühelose Wechsel zwischen „Packwunder und Siebensitzer“ begeisterte die Tester. Das Stow 'n' Go genannt Sitzsystem erlaubt es, die Sitze der zweiten/dritten Reihe mit einem Griff im Boden zu versenken – ein mühseliger (und planerische Vorüberlegungen erfordernder) Ausbau ist nicht notwendig. Das über weitere pfiffige Details verfügende Gesamtkonzept war neben dem hohen Reisekomfort auf Autobahnen das große Plus des Chrysler. Die Sechsgangautomatik des Vans dagegen schwächelte nach Lastwechseln ab und an auf der Suche nach dem richtigen Gang, und das Fahrwerk hinterließ speziell in Kurven einen tendenziell schwammigen Eindruck.

Spätestens an dieser Stelle war klar, dass als Testsieger nur ein Van in Frage kam, der den besten Kompromiss aus dem Kia und dem Chrysler bildet – eine Position, die im Test der Citroen C8 Hdi 170 Biturbo Exclusive einnimmt. Dank 370 Newtonmetern war sein Motor sogar noch spritziger als der des Kia, ohne dass man dafür an der Tankstelle Tribut zollen muss. Mit 8,9 Liter war der C8 sogar der sparsamste Van im Test. Im Innenraum – nur für 5 Personen übrigens – übertraf die Qualitätsanmutung ebenfalls den Kia, an die Variabilität und den Komfort des Chryslers kommt der C8 allerdings nicht heran. Positiv aufgefallen, weil sehr alltagstauglich, sind dafür die zahlreichen Ablagen. Das Fahrwerk wiederum war etwas weicher abgestimmt als im Kia, ohne dass der C8 dieselben Schwächen in Kurven wie der Chrysler an den Tag legte. Wie um seinen Kompromiss-Charakter von sich aus noch zu unterstreichen, liegt der Citroen C8 auch preislich fast exakt in der Mitte zwischen dem Kia und dem Chrysler – und dies bei einer ähnlich üppigen Ausstattung wie der Kia. Bei soviel Kompromissbereitschaft war dann doch am Ende klar, dass sich der Van auch die Auszeichnung zum Testsieger verdient hatte. - - Die Testfazits gibt es zum Nachlesen hier.

Autor: Wolfgang