Range Rover Modelle: Geländewagen für gehobene Ansprüche

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ratgeber-range-rover-01Der Range Rover hat das Erfolgskonzept der SUVs teils vorweggenommen: Seit 1970 kombiniert er Geländewagen-Eigenschaften mit dem Komfort und der Ausstattung eines Oberklasse-Pkws. Abseits der Straße ist er - im Gegensatz zu vielen neueren Kreationen im Offroad-Look - fast so leistungsfähig wie sein puristischer Verwandter, der Land Rover. Eher in die SUV-Schublade sind der Range Rover Sport und der Range Rover Evoque einzuordnen, die vom Original auch preislich nach unten abweichen.

Schwerer als ein Kleinbus

Seit 2013 ist die vierte Generation des Range Rover auf dem Markt. Sie enthält einige grundlegende Neuerungen, etwa den Abschied vom Leiterrahmen zugunsten einer selbsttragenden Konstruktion oder Aluminium statt Stahlblech als Karosserie-Werkstoff. Trotz einer daraus folgenden Reduktion um mehr als 400 Kilogramm gegenüber dem Vorgänger ist der Range Rover mit seinen mindestens 2100 Kilogramm und einem zulässigen Gesamtgewicht von drei Tonnen immer noch schwerer als mancher Kleinbus – und auch wesentlich teurer.

Ein V6, zwei V8

Der Einstieg beginnt bei 89.000 EUR, wenn man sich mit dem V6-Turbodiesel begnügt, der 258 PS (190 Kilowatt) leistet. Darüber sind ein V8-Turbodiesel mit 339 PS (250 Kilowatt) und ein V8-Benziner mit 510 PS (375 Kilowatt) angesiedelt. In der Benzinmotor-Spitzenversion namens 5.0 L V8 Supercharged Autobiography kostet der Range Rover mindestens 127.000 EUR und konsumiert im Stadtverkehr nach Werksangaben 20,6 Liter Kraftstoff. Dagegen steht der V6-Diesel mit offiziellen 8,5 Litern innerorts, die er auch einer Start-Stopp-Automatik verdankt, geradezu als sparsame Musterknabe da. Doch in der City ist der 5,00 Meter lange und 2,22 Meter breite Range Rover ohnehin wenig vorteilhaft, obwohl er bei einer Höhe von 1,84 Metern einen überragenden Blick auf das Verkehrsgeschehen erlaubt.

Für Offroad-Betrieb gut gerüstet

Allradantrieb und ein 8-Stufen-Automatikgetriebe finden sich bei allen Range-Rover-Modellen. Zu einem Geländewagen, der seinen Namen zu Recht trägt, gehört allerdings auch ein Sperrdifferenzial, das beim Range Rover nur in Verbindung mit den V8-Motoren erhältlich ist. Es verhindert, dass die gesamte Antriebskraft an ein Rad weitergeleitet wird, welches durchrutscht oder keinen Bodenkontakt hat. Das luftgefederte Fahrwerk bietet eine Standard-Bodenfreiheit von 22 Zentimetern, die sich auf 30 Zentimeter vergrößern lässt. In der Offroad-Einstellung beträgt der Böschungswinkel vorne 34 Grad (Mercedes G-Klasse: 36 Grad) und die Wattiefe 90 Zentimeter (Mercedes G-Klasse: 60 Zentimeter). Praxistests haben gezeigt, dass sich mit dem Range Rover bei entsprechender Ausstattung auch schweres Gelände bewältigen lässt.

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Reichhaltig ausgestattet

An Luxus herrscht im Innenraum kein Mangel: Leder und Echtholz können in etlichen Varianten geordert werden, und zur Top-Ausstattung gehören u.a. 20-fach verstellbare Sitze mit Massagefunktion vorne sowie Business-Class-Einzelsitze mit elektrischer Verstellbarkeit hinten, außerdem eine Rundumkamera, Digital-TV oder ein Surround-Sound-System mit 825 Watt und 19 Lautsprechern, um nur einige Annehmlichkeiten zu nennen.

Für große und schwere Lasten geeignet

Als geräumiges Transport-und Zugfahrzeug macht der Range Rover ebenfalls eine gute Figur, das Volumen des Laderaumes ist durch Umklappen der Rücksitzbank von 909 Litern auf 2030 Liter erweiterbar. Sollte dies nicht reichen, darf eine Anhängelast von 3,5 Tonnen auf den Haken genommen werden.

Autor: Hendrik