Kompaktklasse: Fünfmal Golf VI GTI – getunt - Wetterauer übernimmt Platz 1

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getunte-golf-vi-gtiNach einem ausführlichen Praxistest der Zeitschrift „Auto Bild Sportscars“ mit fünf getunten Golf VI GTI übernimmt der Wetterauer GTI 2.0 mit den schnellsten Rundenzeiten die Spitzenposition im Feld und wird Testsieger. Im Zieleinlauf folgen auf dem Fuß der GTI von McChip-DKR, Wendland, Oettinger und EAH Customs – in dieser Reihenfolge. Ein Nebeneffekt des Test waren zwei echte Probleme des Golf GTI, die sowohl bei den getunten als auch beim Serienmodell auftraten.

Wer baut derzeit Deutschlands sportlichsten GTI? Diese Frage stand im Vordergrund bei den ausführlichen Testfahrten von „Auto Bild Sportscars“. Alle fünf Tuner verhelfen durch Kniffs dem Vorzeigesportler der Kompaktklasse zu 250 bis 260 PS, wobei an der Basis nicht allzuviel geändert werden muss, wie es im Testbericht heißt. Denn bereits das Serienmodell biete eine ebenso satte wie sichere Straßenlage. Die Tuning-Werkstätten beschäftigen sich deshalb hauptsächlich mit der Feinabstimmung des GTI.

Wetterauer zum Beispiel trat mit einem GTI mit dem Direktschaltgetriebe (DSG) an, das „ultrakurze“ Schaltzeiten und damit eine Verbesserung der Beschleunigung biete. Außerdem wurde der Aufbau des Dämpfersystems mit H&R-Federn um moderate 30 Millimeter tiefer gelegt. In Kombination mit den Hankook-Reifen, die einen exzellenten Grip boten, legte der Wetterauer GTI die besten Rundenzeiten aufs Parkett, lief „wie auf Schienen“ und überzeugte außerdem mit einem sehr direkten Einlenkverhalten. Für sein nahezu perfektes Handling spricht ihm „Auto Bild Sportscars“ daher den Testsieg zu.

Der GTI von McChip -DKR trat mit derselben Kombination aus DSG, H&R-Federn und Hankook-Reifen an, was ihm ähnliche Rundenzeiten bescherte und von den Testredakteuren mit Platz zwei belohnt wurde. Als einziger Wagen mit Handschaltung wiederum schaffte es der Wendland-GTI auf Platz drei. Mit einer Radlastwaage trimmt Wendland den Wagen außerdem auf die bestmögliche Gewichtsverteilung und stellt die Spur- und Sturzwerte sportlicher ein. Im Vergleich zum Serien-GTI sei der Wendland zwar nicht tiefer, aber deutlich straffer. Auf dem Sachsenring legte er prompt die drittschnellste Zeit hin.

Mit welchen „Kniffs“ Oettinger (Platz vier) und EAH Customs den GTI nachfrisiert haben, erfahren Sie aus dem Testbericht. Die Testfazits der Zeitschrift sind hier aufgelistet.

Doch bei aller Begeisterung über das „Heulen der Gölfe“ (Testbericht-Überschrift) entdeckten die Testredakteure von „Auto Bild Sportscars“ zwei, wie es im Testbericht heißt, „echte Probleme“ des GTI – und zwar sowohl in den getunten Fahrzeugen als auch im Serienmodell. Zum einen fiel das DSG bisweilen mit „extrem harten Schaltvorgängen“ auf. Schwerwiegender jedoch ist das zweite Problem. So blitzte bei allen Fahrzeugen in der zweiten Testrunde (Serien-Golf: siebte Runde) in einer langgezogenen Kurve des Sachsenrings eine Warnmeldung über einen unzureichenden Öldruck auf. Danach wurde ein Notlaufprogramm aktiviert, das dem GTI gerade noch einmal gefühlte 50 PS zur Verfügung stellte und die Redakteure deshalb zum Abbruch des Tests zwang. VW selbst spricht von einer „Sicherheitsfunktion“, konnte aber bis zum Redaktionsschluss noch keine Erklärung für dieses Phänomens anbieten. VW nimmt es allerdings sehr ernst und will „Auto Bild Sportscars“ über den Verlauf der Nachprüfungen informieren.

Autor: Wolfgang