BMW hat mit dem Mini das wohl erfolgreichste Fahrzeug der Retro-Welle aufgelegt. Seit 2001 beeindruckt die Neuinterpretation des englischen Kultautos, von dem 2014 die dritte Generation im Handel ist. Der Kleinwagen steht inzwischen mit einer ganzen Reihe von Motor- und Karosserievariationen zur Verfügung, die im Laufe der Zeit kontinuierlich ausgeweitet wurden.

Als Zweisitzer und Viertürer

1994 hatte BMW den britischen Hersteller Rover mit seinen verschiedenen sanierungsbedürftigen Marken übernommen, die später wieder verkauft wurden - mit Ausnahme des Mini. Neben dem neuen Mini mit der Standard-Karosserie, der sich an die klassische Bauform anlehnt, bietet die BMW Group mittlerweile acht weitere Ausführungen an. Clubman, Clubvan, Countryman und Paceman bieten mehr Platz für Personen und Gepäck, da sie von einem vergrößerten Innenraum profitieren; der Countryman ist als einziger Mini mit vier Türen ausgestattet. Das gegenläufige Konzept bietet der Mini Roadster: Zwei Türen, zwei Sitze und kein festes Dach; für ein ähnliches Publikum eignen sich das Mini Cabrio und ein geschlossener Zweisitzer namens Mini Coupé.

John Cooper Works GP

Cooper mischt weiterhin mit

Besonderen Respekt erntete der Mini stets für sein Fahrverhalten und seine Straßenlage. Schon in den sechziger Jahren konnte man mit ihm so schnell um die Ecken wieseln, dass es für drei Gesamtsiege in der Rallye Monte Carlo reichte. Die Tuning-Schmiede Cooper hatte damals dem Ur-Mini zu mehr Leistung verholfen und ist auch heute für die besonders sportlichen und schnellen Varianten zuständig. Der Cooper Works GP beschleunigt dank 218 PS in 6,3 Sekunden von 0 auf 100 Stundenkilometer und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 242 Stundenkilometern. Die acht Cooper Works-Renner sind ab rund 30.000 EUR erhältlich, der normale Mini beginnt bei rund 17.500 EUR. Zu den neun Grundvarianten gesellen sich so genannte Designmodelle. Dies sind Sonderausführungen wie der „Baker Street“ oder der „Green Park“, die bei Ausstattung und Design etwas Besonderes bieten sollen.

Ur-Mini als Blaupause für andere Hersteller

Das Grundkonzept des Mini ist seit 1959 bis heute stets gleich geblieben: Frontantrieb, Kofferraum hinten, quer eingebauter Motor, kurze Abmessungen, einfach zu fahren. Andere Hersteller übernahmen dieses Erfolgsrezept erst in den siebziger Jahren, etwa Volkswagen mit dem Golf.

Autor: Hendrik