outdoor-gpsAuf „Herz und Nieren“ hat die Zeitschrift „RennRad“ vier GPS-Navigationsgeräte geprüft, deren gemeinsames Kennzeichen ein großes Display ist. Doch abgesehen davon, unterscheiden sich die Geräte durch gewisse Eigenheiten, die jedes von ihnen unverkennbar macht. Garmin legt den Schwerpunkt nach wie vor auf Allround-Fähigkeiten und hat das Oregon 300 deshalb für eine Vielzahl von Outdoor- und speziell Sport-Aktivitäten fit gemacht. Das TwoNav Aventura von CompeGPS und das myNav 600 Professional von Giove wiederum setzen auf Straßen- und Outdoor-Routing, während das Active 10 von satmap mit einer exzellenten Kartendarstellung, einer sehr einfachen Bedienung sowie einem Kampfpreis punktet.

Giove und CompeGPS haben mit ihren Outdoor-Navis viel frischen Wind in die zuvor hauptsächlich von Garmin und Magellan dominierte Szene gebracht. Denn sowohl das myNav 600 Professional als auch das TwoNav Aventura haben von Haus aus routingfähige Straßenkarten an Bord und beherrschen daher die Routenführung für Radfahrer sowie für Autos.

Das neuartige Feature in Kombination mit dem Kartenbundle macht die Navis für all jene interessant, die eine All-in-One-Lösung für Straße und Outdoor suchen – und zwar eine funktionierende. Dies ist beim myNav 600 Professional auch weitgehend der Fall. „Rennrad“ lässt sich in Bezug auf die Straßennavigationskünste des Gerätes zur Beurteilung „wirklich sensationell“ hinreißen. Das Routing klappte in den Praxistests auch im Gelände, jedoch mit Einschränkung. Denn das Navi ist tendenziell eher straßen- als outdoor-orientiert und steuerte trotz Outdoor-Einstellung meistens die nächstmögliche Teerstraße an. Die Haptik wiederum konnte wie der Touchscreen voll überzeugen. Kritikpunkte sind unter anderem die veraltete USB-1.1-Schnittstelle sowie die schwächelnde Batterieleistung von nur rund 5 bis 10 Stunden. Außerdem kam das Gerät ab Tempo 140 km/h mit den Routenanweisungen nicht immer unbedingt rechtzeitig nach.

Auch das Twonav Aventura hat eine komplett routingfähige Straßenkarten an Bord, die ihren Zweck, wie es im Testbericht heißt, erfüllt hat – kleinere Kritikpunkte wie beispielsweise die relativ einfach dargestellten Autobahnkreuze oder die leisen Lautsprecher ausgenommen. Ein „Aha“-Erlebnis löste dagegen die wie eine echte Landkarte aussehende Rasterkarte aus, auf der man spielend leicht die Übersicht behalte. Pluspunkte sind außerdem die leichte Konfigurierbarkeit und „absolut selbsterklärende“ Bedienung sowie die bis ins Detail durchdachte Darstellung. Leichtere Schwächen wie zum Beispiel der mitunter nicht sofort reagierende Joystick fallen daher kaum ins Gewicht. Als Laufzeit der Batterie ergaben sich im Test bis zu 20 Stunden.

Satmap wiederum wirbt für sein Gerät mit der besten Kartendarstellung – zurecht, wie „RennRad“ bestätigt. Das „Herzstück“ des Active 10 präsentiere sich ebenfalls „sensationell“, insbesondere die Zoom-Funktion, die je nach Ausschnitt automatisch in einen neuen Layer mit größerem Maßstab umschaltet, wusste zu begeistern („genial“). Das Gerät hat in dieser Hinsicht gegenüber dem Modell von CompeGPS einen Vorteil. Leider, so der Testbericht weiter, könne man sich allerdings auf der 1:250.000er Straßenkarte, dem größten Maßstab, nicht auf der Straße navigieren lassen, doch sei dies wie auch der Ausbau des momentan noch etwas dürftigen Kartenangebots laut Hersteller nur noch eine Frage der Zeit. Kurzum: Wer einmal, so „RennRad“, mit dem Active 10 im Gelände unterwegs gewesen sei, möge es nicht mehr missen – zumal auch die Routenplanung direkt am Gerät dank nahezu verzögerungsfreiem Seitenaufbau beim Scrollen Spaß mache.

Der „Outdoor-Allrounder“ Oregon 300 wiederum, ein „Handschmeichler“ par excellence, sei der ideale Begleiter in allen Outdoor-Lebenslagen – und zwar schier unbegrenzt. In den Praxistests führte das Gerät die Rangliste bei der Batterielaufzeit mit über 40 Stunden konkurrenzlos an. Dazu kommen sehr schnelle Start- und GPS-Empfangszeiten, ein „wunderbar flüssiger“ Seitenaufbau beim Scrollen, ein klar gegliedertes Menü, das der jeweiligen Aktivität angepasst werden kann, sowie eine intuitiv einfache Bedienung. Da das Gerät mit einem Herzfrequenz- und Trittfrequenzsensor kombiniert werden kann, steht dem Einsatz bei diversen Sportaktivitäten nichts im Wege.