In einem Test der Zeitschrift „Outdoor“ bewiesen je zwei Einsteiger- wie zwei Top-Navis, dass mit den aktuellen Modellen die Orientierung im Gelände mittels GPS auf hohem Niveau möglich ist. Selbst das günstige Einsteigermodell Garmin eTrex Vista HCx lässt kaum Wünsche offen. Die beiden Top-Navigationssysteme Garmin Oregon 400t sowie Magellan Triton 2000 wiederum boten eine fast perfekte Performance.

Das erfreulichste Ergebnis des Tests gleich vorab: Bei allen Modellen funktionierte der GPS-Empfang nahezu perfekt. Die Geräte überstanden in diesem Wertungskapitel problemlos die Aufgabe, sowohl im „Forstdschungel“ der Fränkischen Schweiz als auch bei Bergtouren in eng eingeschnittenen Tälern eine punktgenauen GPS-Ortung zustande zu bringen. Wanderer und Trekkingfreunde können sich demnach auf die GPS-Fähigkeiten der aktuellen Geräte absolut verlassen und brauchen nicht mehr zu befürchten, die Orientierung zu verlieren.

Je nachdem, wie lange allerdings eine Wander- oder Trekkingtour dauern wird, sollte man sich über die Wahl des GPS-Navis Gedanken machen. Für längere Touren empfiehlt sich das Garmin eTrex Vista HCx. Das Gerät bietet alle technischen Funktionen, die man benötigt, überzeuge aber insbesondere mit einer langen Akkulaufzeit. Das Allroundmodell zum relativ günstigen und deswegen fairen Anschaffungspreis besitze, so die Zeitschrift weiter, ein „einsteigerfreundliches Menü“ und ein sehr helles Display – das trotzdem den Akku nicht übermäßig auszehrt.

Denn dies ist bei den GPS-Geräten von Garmin und Magellan der Fall. Die Displays der beiden Top-Navis begeisterten zwar mit einer hohen Auflösung und feiner Kartendarstellung. Doch sie zehren auch an den Energiereserven der Akkus. Der Einsatz hochwertiger Akkus beziehungsweise teurer Lithium-Batterien ist deswegen unumgänglich. Außerdem: Die Displays zeigten Schwächen, wenn das Umgebungslicht sehr hell war. Perfekt sind also auch die Top-Navis noch lange nicht.

Sowohl das Garmin 400t als auch das Magellan Triton 2000 ernteten für ihre Bedienungsfreundlichkeit von der Testredaktion Bestnoten. Die Touchscreens erlauben eine zügige und einfache Menüführung. Die Unterschiede zwischen den beiden Top-Geräten sind relativ gering. Das Garmin empfiehlt sich wegen seiner besseren Höhenmesser-Funktion eher für Trekkingtouren als das Magellan. Der bereits installierte Kartensatz, der für viele Touren durchaus schon einmal ausreicht, und die Kartendarstellung gefielen den Testern ebenfalls. Das Magellan wiederum, technisch auf dem gleichen hohen Niveau, wird von „Outdoor“ als Allroundgerät für Tagestouren empfohlen. Wer es „verspielt“ mag, wird sich außerdem über die Zusatzfunktionen wie Lampe, Kamera und Diktierfunktion freuen.

Fazit
: Verirren wird sich mit den getesteten GPS-Geräten vermutlich niemand mehr, gleichgültig, ob man nun zu einem Einsteiger-Gerät wie dem Garmin Vista Hcx beziehungsweise dem ebenfalls getesteten Magellan Triton 500 (Testurteil: „gut“) greift, oder knapp das Doppelte in ein Top-Gerät mit allen Finessen investiert. Ein Vergnügen sind die vier Geräte allemal.