Die Zeitschrift „Boote“ bat drei aktuelle Outdoor-Navigationsgeräte zum Test und prüfte sie auf ihre Praxistauglichkeit, auch unter Bedingungen an Bord. Während das GeoNav 3S durch seine nüchterne, sich auf die Navigation beschränkende Funktion sowie durch seine Displaydarstellung zu gefallen wusste, hoben die Tester am Garmin Oregon 300 insbesondere die Bedienfreundlichkeit hervor. Das Magellan Triton 500 wiederum erschien der Zeitschrift als das solideste Gerät des Trios. Als einziges Navi erhielt das GeoNav eine „sehr gute“ Beurteilung in puncto Bordtauglichkeit.

Outdoornavigationssysteme der neueren Generation haben nicht selten noch zusätzliche Features an Bord, die für die eigentliche Aufgabe, nämlich das zielsichere Navigieren, von keinerlei Relevanz sind. Nicht so hingegen das GeoNav 3S. Es beschränkt sich auf die reine Navigation und wusste durch den Verzicht auf überflüssige Funktionen den Testern zu gefallen. Der schon etwas länger auf dem Markt sich befindliche Navigator, der übrigens das mit weitem Abstand günstigste der drei Geräte ist, ist laut „Boot“ noch immer ein Top-Gerät. Im Test überzeugte er mit der besten Displaydarstellung, die die Tester ohne Umschweife als „brillant“ bezeichnen. Einziges Manko: Das Display misst lediglich 5,5 Zentimeter in der Diagonalen und ist damit relativ klein, so dass kleinere Beschriftungen nur mit Mühe zu lesen sind. Anfänger sollten außerdem bedenken, dass ohne das ausführliche Handbuch eine Einarbeitung in die Menüstruktur kaum machbar ist.

Bedienfreundlichkeit via Touchscreen: Garmins „Handschmeichler“ Oregon 300 setzt bewusst auf die Attraktivität und Popularität der dem Mobilfunkbereich abgeschauten einfachen Bedienung per Fingerzeig, ganz ohne Tasten. Allerdings zehrt der Touchscreen an den Reserven des Akkus. So praktisch die Bedienoberfläche auch sei, so sehr mindert sie den Helligkeitswert der Anzeige. Die Folge: Kartendetails seien häufig nur bei voller Displaybeleuchtung ablesbar, weswegen das Oregon bereits nach 1,5 Stunden mit einem Piepen auf das kurz bevorstehende Betriebsende hinwies. Ebenfalls problematisch ist laut Boot die Friemelei, die für das Einstecken der mini-SD-Karte in den vorgesehenen Slot notwendig ist. Etwas gröbere Skipperhände werden an dieser Aufgabe vermutlich verzweifeln oder sogar scheitern.

Das Magellan Triton 1500 wird ebenfalls teilweise über einen Touchscreen bedient, der von den Testern allerdings als „kontrastarm“ beurteilt wird. Kritik erntete das Magellan auch an der zwar durchdachten, aber doch sehr gewöhnungsbedürftigen Menüführung – Anfänger werden sich auch beim Magellan ohne Handbuch schwer tun. Und wie nicht anders zu erwarten, kostete der Touchscreen dem Magellan Akkureserven. Das Navi gefiel aber insgesamt durch den sehr stabilen und soliden Eindruck, den es hinterließ. Probleme mit dem Steckplatz für die Speicherkarte gab es nicht. Ob Zusatzfunktionen wie Audioaufzeichnung, Fotos und Videos die rund 50 Euro Aufpreis gegenüber dem Oregon Wert sind, wird jeder für sich entscheiden müssen.

Die Ablesbarkeit des Navis war auch ein Kriterium für die Beurteilung der Bordtauglichkeit. „Boot“ bescheinigt dem Magellan eine „gute“ Bordtauglichkeit, während das Oregon als „bedingt“ bordtauglich eingeschätzt wird. Lediglich das GeoNav 3S erhielt in diesem Kriterium die Note „sehr gut“.

Zu den Testfazits der drei Outdoor-Navigationssysteme bringt Sie am schnellsten dieser Link.