Das „Emporio“-Magazin hat in einem ausführlichen, von GPS-erfahrenen Usern und Neueinsteigern gleichermaßen durchgeführten Test fünf Outdoor-Navigationssysteme sowie eine GPS-Uhr getestet. Als bestes Produkt und damit Testsieger wurde das Garmin Colorado 300 ausgezeichnet, obwohl es über einige kleinere Ecken und Kanten verfügt. Preis-/Leistungssieger wiederum wurde das Garmin eTrex Vista HCx.

In dem ausführlichen, reich bebilderten und sprachlich leider nicht immer sattelfesten Testbericht werden die Geräte vor allem im Hinblick auf ihre Praxistauglichkeit beschrieben und bewertet. Richtschnur war dabei die Qualität des GPS-Empfangs, Handhabung und Menüführung, Routing- und Trackingqualitäten sowie die Übertragung der Daten auf den PC.

Das Garmin Colorado 300 bewies in technischer Hinsicht, dass es zurecht als Flaggschiff des Herstellers gilt. Die Kartendarstellung auf dem großen Display ist sehr gut. Betrüblich ist lediglich die geringere Helligkeit. Das Problem lässt sich aber durch die Belegung des Hintergrundbildes mit einem leeren, weißen JEPG-Foto leicht beheben. Beeindruckend schnell und genau war ebenfalls der GPS-Empfang. Lediglich die Genauigkeit der Wegpunkte sowie das Trackmanagement ist nicht immer hundert Prozent optimal. Die Bedienung über das „Rock'n'Roller“-Drehrad geht buchstäblich flott von der Hand und macht auf Dauer sogar Spaß. Unterm Strich ist das Colorado trotz der kleinen Schwächen dank seiner üppigen Ausstattung ein empfehlenswertes Gerät für alle Outdoor-Einsatzbereiche (Wandern/Alpin, Fahrrad, Wassersport).

Nur rund die Hälfte dagegen kostet der Preis-/Leistungssieger des Tests, das Garmin eTrex Vista HCx. Klein, aber oho - so ließe sich das Gerät am besten charakterisieren. Denn hat der Benutzer sich einmal an den Joystick (an der linken Seite!) gewöhnt, erwartet ihn ein in allen Situationen empfangsstarkes, leicht zu bedienendes und vor allem batteriestarkes (20 Stunden) GPS-Navigationsgerät. Da die Ausstattung des eTrex Vista HCx nicht sehr üppig ist, aber alle Funktionen für einen Outdoor-Einsatz (Navigation, Routing, Tracking) besitzt, empfiehlt es sich besonders für Einsteiger.

Wer dagegen auf ein größeres Display Wert legt und vor allem die Menüführung über Tasten bevorzugt, liegt mit dem GPSmap 60 CSx richtig. Zwar sind auch hier die vielen Funktionstasten anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig. Dafür ist das Gerät auch mit Handschuhen noch gut zu bedienen. Der GPS-Empfang wiederum ist hervorragend, und das Gerät eignet sich für alle Einsatzbereiche.

Beim Magellan Triton 2000 bereitet die Installation unnötige Umstände und erfordert etwas Geduld und PC-Kenntnisse. Doch ist das Gerät erst einmal vollständig installiert und betriebsbereit, überzeugt es mit einer einfachen Touchscreen-Bedienung, einem Standby-Modus und einer üppigen Ausstattung (Barometer, Kompass, Diktiergerät, 2-Megapixel-Kamera). Leider lässt die Laufzeit zu wünschen übrig.

Suunto X9i

Suunto X9i

Einen Pluspunkt für das Trainingsprogramm konnte das Garmin Edge 705 einstreichen, das außerdem besonders für den Fahrradeinsatz ideal ist. Die GPS-Uhr Suunto X9i hingegen konnte mit den speziellen GPS-Handhelds nicht mithalten. Die X9i ist zwar eine sehr gute Trainingsuhr. Doch der (stromfressende) kleine GPS-Empfänger taugt nur bedingt für die Navigation. Er ist nicht für den Dauerbetrieb gedacht und zeigte auch Empfangsschwächen in der Stadt, im Wald und bei Bewegung.
Die Testfazits aller Geräte finden Sie hier.