schaubild-404x-1GPS-Datenlogger sowie auch einige (Outdoor-)Navis zeichnen in erster Linie die zurückgelegte Strecke auf und dienen nicht unmittelbar der Überwachung ihres Anwenders. Doch genau diese Funktionserweiterung zeichnet sich seit einiger Zeit als neuer Trend ab – insbesondere im Bereich der Datenlogger. Die Geräte werden aktiv dazu eingesetzt, um die Position von Gegenständen, aber auch von Tieren und Personen aus der Ferne zu überwachen.

Die dafür produzierten GPS-Datenlogger zeichnen deshalb nicht nur die Position(en) auf, sondern leiten sie zum Beispiel via Mobilfunknetz an eine gewünschte Internetadresse oder direkt zu einem Handy weiter. Zum Einsatz kommen sollen diese Geräte zum Beispiel als Diebstahlschutz für (teure) Elektronik-Produkte. Sobald etwa ein Notebook einen bestimmten Toleranzabstand zu seinem Besitzer verlässt, erscheint auf dessen Handy eine Meldung (Warnton, SMS). Über die Tracking-Funktion lässt sich außerdem der Verbleib des Notebooks nach- beziehungsweise sogar live mitververfolgen – dann nämlich, wenn die GPS-Daten gleichzeitig auf einer Onlinelandkarte angezeigt werden.

Dasselbe Prinzip funktioniert natürlich auch bei anderen Gegenständen, etwa bei Autos, und die Datenlogger werden daher auch im Bereich Flottenmanagement zur Überwachung des Firmen-Fuhrparks eingesetzt. Doch auch die Überwachung von Tieren oder sogar Personen lässt sich mit einem Datenlogger problemlos bewerkstelligen. Mögliche Einsatzbereiche sind hier neben der Kontrolle von Haustieren etwa das Tracking des Bewegungsprofils von Demenzkranken oder von Alzheimerpatienten – in den USA gibt es für letztere sogar schon GPS-Pantoffeln.

Die Hersteller bewerben aber mit ihren Datenloggern seit Neuestem auch offensiv Eltern, die die Geräte zur Überwachung ihrer Kinder einsetzen können. Das Verfahren ist identisch mit dem oben beschriebenen: Die Geräte – zum Teil getarnt als harmlose Armbanduhr – geben nicht nur Auskunft (live oder per SMS/E-Mail über ein Internet-Portal) über die Position der Kinder, sondern schlagen Alarm, sobald das Kind eine vorherbestimmte Toleranzzone verlässt.

Rechtlich gesehen spricht nichts gegen den Einsatz eines solchen Datenloggers bei den eigenen Kindern. Es kommt aber einer Verletzung der Privatsphäre gleich, sobald man ein solches Gerät einem (fremden) Erwachsenen ohne dessen Wissen „unterjubelt“. Apropos: Auch Arbeitgeber dürfen ihren Mitarbeitern kein GPS-Kuckucksei ins Nest legen.