topnavis-im-testAuf dem Prüfstand der Zeitschrift „connect“ fanden sich diesmal gleich zwei Top-Navis ein. Gegeneinander antreten mussten das Flaggschiff von Navigon, das 8310, gegen sein Pendant F12 von Falk. Beiden Navis bescheinigt der Testbericht einen „überdurchschnittlich hohen Komfort“ und eine insgesamt „sehr gute“ Gesamtleistung. Das Navigon 8310 sammelte allerdings ein paar wenige Pünktchen mehr auf seinem Konto ein. Das Navi für Designliebhaber wurde daher knapper Testsieger vor dem F12, das unter anderem in puncto Bedienung und Reiseführerfunktion überzeugte.

Wer bereit ist, über 350 Euro für ein Navi auf den Tisch zu legen, hegt eine hohe Erwartungshaltung – die von beiden Top-Navis absolut erfüllt wird. In beiden Geräten werkelt eine intelligente Routenführung, die sich – mit Ausnahme eines Fehlers beim F12, das die Tester irrtümlich in eine Tempo-30-Zone führte – keine Schnitzer erlaubte und bei der Routenführung Wochentage, Uhrzeiten sowie das Fahrverhalten miteinberechnet. Das F12 wird außerdem durch TMCpro unterstützt.

Ein weiteres Highlight der Geräte ist jeweils die Sprachsteuerung. Sie funktioniere nach einer Eingewöhnungszeit sehr gut, bringt allerdings den Nachteil mit sich, dass sie die Eingabe des Zielortes im Vergleich zur manuellen Eingabe deutlich verlängert. Beim Navigon 8310 vermissten die Tester auch das unmittelbare Feedback des Systems auf die Spracheingaben. So steht erst am Ende des Eingabevorgangs fest, ob das Navi die Spracheingaben richtig umgesetzt hat – und im schlimmsten Fall müsse dann das ganze Prozedere von neuem beginnen. Ein Manko, das das F12 nicht besitzt.

Trotz zweier „sehr guten“ Endnoten hatte das Navigon 8310 die Nase um ein paar Punkte vorne. Das aus gebürstetem Edelstahl gefertigte Designnavi, das mit 265 Gramm auch ein ordentlicher Brummer ist, bündelt in seinem Innern einen Fülle von Funktionen, die das Navigieren sehr komfortabel machen würden und darüber hinaus auch noch den Einsatz des Navis als Multimediagerät oder Freisprechanlage erlauben. Aber auch die Display-Darstellung in 3D sei ein „echter Augenschmaus“, und nur bei der Nachtdarstellung sieht „connect“ noch Spielraum für Verbesserungen. Nahezu perfekt und sehr präzise hingegen sind die Sprachansagen, so dass man sich auch ohne Probleme ausschließlich akustisch zum Ziel lotsen lassen könne.

Im Gegensatz zum Designnavi 8310 sei das F12 von Falk „ein Meister des Understatements“ – aber nur, was das Äußere betrifft. Es sei ebenfalls „vollgepackt“ mit Komfort und trumpfe insbesondere mit einer sehr einfachen, in sich logischen und daher selbsterklärenden Benutzerführung auf. Die Sprachsteuerung ist dank unmittelbarem Feedback des Systems wie gesagt einen Tick komfortabler als beim 8310, dauere allerdings auch länger. Die Navigationsleistungen waren bis auf den kleinen Schnitzer zuverlässig, und auch das Timing und die Verständlichkeit der Sprachansagen wird im Testbericht lobend hervorgehoben. Die minimalen Schwächen warfen dann letztendlich das F12 im Gesamtranking hinter das 8310 zurück – trotz des Surplus eines Reiseführers.

Die Testfazits der zwei Flaggschiffe von Navigon und Falk finden Sie hier. Übrigens: Wer nun mit dem Gedanken spielt, sich den Testsieger zuzulegen, sollte vielleicht noch ein paar Wochen warten. Anfang September wird Navigon auf der IFA 2009 in Berlin sein neues Topmodell und Nachfolger des 8310 präsentieren – und was das Navigon 8410 zu bieten hat, darüber können Sie sich hier und hier schon einmal vorab informieren.