navi-bestenlisteDie Zeitschrift „Chip“ hat 50 Navigationssysteme ausführlich getestet. Herausgekommen sind zwei Bestenlisten, die beim Kauf eines Navis hilfreiche Dienste leisten, versammeln sie doch das Gros der derzeit auf dem Markt lieferbaren Navigationssysteme und bieten damit eine ideale Grundlage für einen Direktvergleich der Geräte. Testsieger bei den Navis bis 200 Euro wurde das Medion GoPal P5430 vor dem Becker Traffic Assist Z201 und dem Navigon 2310. Bei den Geräten über 200 Euro setzten sich gleich zwei TomTom-Geräte durch. Platz 1 ging an das Go 930T, Platz zwei an das Flaggschiff von TomTom, das Go 940 Live. Auf dem dritten Platz wiederum landete das Blaupunkt Travel Pilot 700.

Alle drei Navigationssystem der unteren Preisklasse bis 200 Euro bieten laut „Chip“ ein „sehr gutes“ Preis-/Leistungsverhältnis – ein deutliches Indiz dafür, dass speziell die Navis aus diesem Segment beileibe keine reinen „Billigheimer“ sind, sondern auch einiges an Qualität und Komfort bieten. Hervorzuheben ist in dem Fall insbesondere das Navigon 2310, das dem Testbericht zufolge eine „erstaunliche gute Ausstattung“ biete (u.a. Staumelder, Europakarten, Fahrspurassistent, fotorealistische Ansicht von Kreuzungen und Abfahrten). Außerdem besitzt das Navi mit der Funktion „Clever Parking“ ein wirklich cleveres Feature, blendet es doch bei Annäherung an den Zielort nahegelegene Parkplätze ein – der Vorzug des Features liegt speziell in Städten auf der Hand.

Während das Navigon 2310 von „Chip“ zum Preistipp ernannt wird, sahnte das Medion GoPal P5430 die Krone des Testsieg ab. Sein markantes Kennzeichen ist das große 5-Zoll-Display, das jedoch leider nicht ausreichend entspiegelt sei, weswegen es bei direkter Sonneneinstrahlung suboptimal ablesbar ist. Voll des Lobes ist „Chip“ dafür über die schnelle GPS-Ortung und die fixe Streckenberechnung. Zwischen den Testsieger und den Preistipp schob sich außerdem das Becker Traffic Assist Z201, das in der Bewertung der Navigationsleistung sogar das Medion-Modell übertraf, längere Routen allerdings langsamer berechnet und auch in puncto Ergonomie nicht an den Testsieger heranreiche.

Einen Doppelsieg für TomTom verzeichnet die Bestenliste der Geräte über 200 Euro. Dabei setzte sich das seit längere Zeit bei „Chip“ an erster Stelle geführte Go 930T gegen das Flaggschiff Go 940 Live durch. Das Navi, so der Testbericht, vereine eine „sehr gute Zielführung mit intelligenter Routenführung und einem dicken Kartensatz“. Dazu kommen noch überzeugende Navi-Funktionen und ein Beschleunigungssensor sowie die Fähigkeit zur Streckeninterpolation, weswegen das Go 930 auch in längeren Tunnels/Unterführungen selten die Orientierung verliere. Neue, zukunftsweisende Wege geht TomTom dagegen mit dem Go 940 Live. Über die integrierte SIM-Karte lassen sich Informationen und diverse Dienste – darunter auch Verkehrsmeldungen - aus dem Netz in Echtzeit beziehen. Insbesondere die Verkehrsüberwachung, aber auch die Sprachsteuerung des Navis beurteilt „Chip“ als „gut“. Das Navi empfehle sich wegen der „live“-Dienste vor allem für Vielfahrer.

Auf dem dritten Platz rückte das Blaupunkt Travel Pilot 700 vor. Es bietet mit seiner von einer Viodeokamera unterstützten Routenführung ebenfalls ein (aller Wahrscheinlichkeit nach) zukunftsträchtiges Feature, ebenso übrigens wie auch das Garmin Nüvi 865Tpro, das mit seiner Sprachsteuerung und der Fotonavigation überzeugen konnte und es auf Platz acht schaffte. Zum Preistipp wiederum ernennt "Chip" das Navigon 8110.

Doch dies sind nur die oberen Plätze der beiden Bestenlisten der Zeitschrift Chip. Die Testergebnisse aller 50 Navigationssysteme, die sich übrigens durch die in den Testfazits angegebenen Punktzahlen gut miteinander vergleichen lassen, finden sie hier (Navi bis 200 Euro) und hier (Navis über 200 Euro).