Kaum etwas zu bemängeln gab es für die Zeitschrift „PC Go“ bei einem Test von sechs Navigationssystemen der oberen Preisklasse. Die Navis überzeugten mit ihren Komfortfunktionen fast durchweg auf hohem Niveau und liefern damit gute Argumente gegen den Kauf eines sogenannten „Billig-Navis“. Testsieger wurde das Navigon 8110 mit einem minimalen Vorsprung von einem Punkt vor dem TomTom Go 940 Live. Das Medion GoPal E4435 (Westeuropa) wiederum wurde als „Spartipp“ der Redaktion ausgezeichnet.

Sicherlich muss jeder Käufer für sich entscheiden, ob er nur ein Navigationssystem kauft, das ihn ohne viel Tam-Tam von A nach B führt. Doch die zum Teil fünfmal so teuren Navis der oberen Preisklassen machen vermutlich so manchem potentiellem Käufer die Entscheidung angesichts ihrer Zusatzfeatures schwer – zumal diese, wie der Test von „PC Go“ belegt, in der Regel sehr gut funktionieren und spürbar zu mehr Komfort beitrage. Die Vorteile fangen beim größeren Display, dem ausführlicheren Kartenmaterial und der schnellen Routenberechnung an. Dazu kommen in der Regel noch Spracheingabe, Bluetooth-Modul und FM-Transmitter. Aber auch der Empfang von Verkehrsnachrichten liefert eine bessere Routennavigation.

Die einzige Ausnahme im Test in puncto Ausstattung war das Merian scout P_Navigator. Sein Display ist kleiner, Spracheingabe, Bluetooth- und FM-Transmitter sind ebenfalls nicht vorhanden – doch das Navi hat auch eine andere Zielsetzung. Es soll vor allem als Reiseführer mit vielen interaktiven Informationen und Tipps dienen, womit es im Test auch durchaus punkten konnte. Die Navigationsleistungen hingegen bewertet „PC Go“ nur als durchschnittlich.

Als top ausgestattetes Navigationssystem hingegen präsentierte sich der Testsieger Navigon 8110. Imposant schon allein durch seine Displaygröße von 4,8 Zoll – die Konkurrenten haben 0,5 Zoll weniger –, die den Bildschirm sehr aufgeräumt erscheinen lässt, zeigte es in allen Navigations-Test mit Ausnahme der Spracherkennung, die nicht immer optimal funktionierte, keinerlei Schwächen. Sein großes Plus, das ihm vermutlich den Testsieg einbrachte,ist das kostenlose Kartenupdate für zwei Jahre ab Kaufdatum.

Das TomTom Go 940 Live wiederum musste sich, wie erwähnt, nur um einen mickrigen Punkt geschlagen geben. Umfängliches Kartenmaterial, das sogar die USA und Kanada umfasst, sehr gute (kostenpflichtige) Verkehrsinformationen dank eingebaut GPRS-Modem, ein 4 GB großer Speicher (mit micro SD Karten erweiterbar), hervorragende und fixe Routing-Eigenschaften zeichnen auch dieses Navi der Top-Klasse aus. Schwächen machten die Tester hingegen bei der Bedienung aus – ohne diese allerdings genauer zu benennen.

Mit 199 Euro fällt das Medion GoPal E4435 (Westeuropa) preislich aus der Reihe – zum großen Vorteil für die Anwender, denn das Navi bietet eine Top-Ausstattung zu einem Einsteigerpreis – ohne es dabei an Qualität fehlen zu lassen. Diese Kombination war den Testern die Auszeichnung des Navis zum „Spartipp“ würdig.

Autor: Wolfgang