einsteigernavis2Einsteiger-Navigationsgeräte bieten mittlerweile sehr viel Leistung für relativ wenig Geld. Zu diesem erfreulichen Ergebnis kommt die Zeitschrift „Auto, Motor und Sport“ nach einem Test von sieben Navis, deren Preis unter 200 Euro liegt. Zum Testsieger ernennt die Zeitschrift das Becker Traffic Assist Z103, gefolgt vom Falk F6 in der 2nd Edition mit der Software Navigator 9. Beide Navis beurteilt der Testbericht als „sehr empfehlenswert“.

Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, dass man für ein voll funktionsfähiges, qualitativ hochwertiges und dazu noch immer häufiger sogar gut ausgestattes Navi nicht mehr als maximal 200 Euro ausgeben muss. Viele Hersteller haben nämlich die Preise massiv gesenkt. Nach dem Hype um die Multimedia-Navis, die in den letzten Jahren mit Top-Ausstattung und Top-Preisen um die Gunst der Käufer gebuhlt hatten, ist die Popularität der Einsteigernavis deshalb deutlich angestiegen.

„Auto Motor und Sport“ bewertet unter den sieben getesteten Modellen zwei mit „sehr empfehlenswert“. Sowohl das Becker Traffic Assist Z103 als auch das Falk F6 2nd Edition mit Navigator 9 bieten eine tadellose Routenführung, eine sehr gute optische und akustische Zielführung sowie mit (beispielsweise) TMC (beim Falk sogar optional TMCpro) und Fahrspurassistent eine gute Ausstattung. Das Falk berechnete zwar die Route etwas langsamer als das Z103, gleicht diese Schwäche jedoch mit seiner Software aus, die in die Routenberechnung auch das Uhrzeit- und Wochentag-abhängige Verkehrsaufkommen einfließen lässt. Preislich liegen die Navis eng beieinander. Das Becker kostet rund 180 Euro, das Falk 199 Euro, wobei letzteres auch noch mit einem Reiseführer aufwarten kann, der den Aufpreis rechtfertigt.

Selbst auf eine Multimedia-Ausstattung, die bei günstigeren Navis der Preispolitik als erstes zum Opfer fällt, muss man in der Einsteigerklasse nicht verzichten – sofern man zum Medion E4235 WEU+ greift. Das Navi überzeugte aber auch bei den Navigationsleistungen, auch wenn die Sprachausgabe nicht immer optimal war und das Navi im Test einen Systemabsturz hinlegte. Ohne Medienausstattung, dafür ebenfalls wie das Falk mit einer Uhrzeit- und Wochentag-abhängigen Routenberechnung ausgestattet, schob sich das Navigon 3300 max noch vor das Medion-Modell. Die Tester heben an ihm besonders die grafische Darstellung hervor, die im Test die beste war.

Als nur bedingt empfehlenswert wiederum schätzt „Auto Motor und Sport“ die beiden Navis Merian scout C-Navigator und Blaupunkt Travel Pilot 100 ein. Das Merian konnte in der Disziplin Routenführung nicht voll und ganz überzeugen, empfiehlt sich allerdings als multimedialer Reiseführer. Das Blaupunkt wiederum ließ als einziges Modell im Test den Staumeldeservice TMC vermissen und verfügt auch nur über ein 3,5-Zoll-Bildschirm (alle anderen: 4,3 Zoll). Die Navigationsleistung jedoch des mit rund 100 Euro sehr günstigen Navis sowie die präzise Sprachausgabe gleichen jedoch diese Schwächen wieder aus.