navis-unter-200-euroEin gutes Navi muss nicht unbedingt teuer sein, wie ein Test des „PC Magazins“ belegt. Die Zeitschrift hat sieben Geräte unter 200 Euro miteinander verglichen allen Geräten einen „Mehrwert fürs Geld“ bescheinigt. Die relativ marginalen Mehrkosten rentieren sich bei einem Autokauf auf jeden Fall. Testsieger unter den sieben „Schnäppchen“-Navis wird das Medion GoPal E4435 für rund 180 Euro. Wer auf die Multimediafunktionen verzichten kann, sollte laut Testbericht das Navigon 2310 oder das TomTom XL IQ Routes Edition Europe Traffic vorziehen. Der „Preistipp“ der Redaktion wiederum ist das Falk M4 2nd Edition.

Während die Navi-Hersteller fast zeitgleich auf der IFA 2009 ihre neuen Top-Navis präsentieren, boomt auf dem Navi-Markt seit längere Zeit der Verkauf von Navis, die mitunter weit unter 200 Euro liegen, und die sich, wie es den Anschein hat, als neue Schmerzgrenze etabliert. Zurecht, wie man nach dem Test von sieben Navis aus dem Einsteigerbereich. Denn in puncto Navigationsleistung traten bei keinem Gerät schwerwiegende Mängel oder Schwachstellen zutage.

Den Testsieg holte sich das Medion GoPal E4435 in der Version mit Europakarten und TMC – eine weitere Version mit TMCpro, dafür nur mit Westeuropakarten, ist zum Aufpreis von 20 Euro ebenfalls lieferbar. Beeindruckend ist vor allem die üppige Ausstattung des Gerätes, das für rund 170 Euro Navi, Freisprechanlage und Multimedia-Funktionen bietet, wobei allerdings im Test nur die Freisprechanlage voll überzeugte. Einen rundum positiven Eindruck auf die Tester wiederum machte die Geschwindigkeit sowie die Sprachsteuerung des E4435, die Sprachausgabe nennt der Testbericht sogar schlicht „exzellent“.

In der Summe seiner Eigenschaften heimste das Medion damit mehr Punkte ein als die Navis mit einer der Top-Funktionen der letzten Monate, der so genannten „intelligenten Navigation“. Als Vertreter dieser Zunft waren im Test das Navigon 2310 sowie das TomTom XL IQ Routes Edition Europe Traffic vertreten, die sich in der Rangliste hinter das Medion-Gerät einreihten. „PC Magazin“ empfiehlt sie als Alternativgeräte, wenn ein Navi nicht unbedingt Mediafunktionen haben muss. Beim 2310 überzeugte die von Navigon „MyRoutes“ genannte Funktion, die bei der Routenberechnung Fahrstil sowie Tageszeiten/Wochentage berücksichtigt. Aber auch das TomTom hat Funktionen an Bord, die sich in der Praxis bewähren, wie zum Beispiel die Staumumfahrung IQ Routes. Schwachstelle des Geräte sei jedoch die Kartendarstellung, die von der Konkurrenz besser gelöst sei, sowie die suboptimale Sprachausgabe.

Steht der Preis des (neuen) Navis im Vordergrund, rät der Testebricht zum Falk M4 in der 2nd Edition. Es ist bereits für rund 120 bis 130 Euro im Internet zu haben – und hat dafür sogar TMC, MP3-Player und Videobetrachter sowie einen aktivierbaren Reiseführer an Bord – das 3,5-Zoll-Navi lässt sich also auch gut als Fußgänger benutzen. Aber auch in technischer Hinsicht – zu nennen wäre etwa die Sprachausgabe, ein wichtiges Kriterium für eine optimale Zielführung – wusste das Navi zu punkten.

Ausführliche Details zu den insgesamt sieben Navis hält der Testbericht bereit, der in der Ausgabe 9/2009 des „PC Magazins“ zu finden ist. In kompakter Form wiederum fassen die Fazits die Testergebnisse zusammen.