Top-Navis imTestTechnisch sind die Top-Navis, denen das Magazin „Emporio“ in einem Praxistest auf den Zahn gefühlt hat, durch die Bank mehr oder weniger up-to-date, weswegen auch gleich vier Geräte die Note „sehr gut“ erhielten. Doch „urzeitlich“ („Emporio“) anmutenden Fahrzeughalterungen und Adapertkabel, deren Qualität das Magazin als „dürftig“ einstuft, trübten das ansonsten sehr erfreuliche Testergebnis. Klarer Testsieger mit einer „exzellenten“ Punktezahl von 94,1 wurde das Navigon 8110, Preis-Leistungssieger das Falk F10.

Kritik übt „Emporio“ vor allem an der Halterung des Blaupunkt Travel Pilot 700, deren Schraubjustierung „alles andere als bequem“ sei. Suboptimal gelöst war auch zum Teil die Stromversorgung. So empfanden die Tester das Anbringen des Stecker beim Navigon 8110 als „fummelig“, und bei jeder leichten Berührung wurde die Stromversorgung unterbrochen. Beim Sevic Systems Travel Liverty 7 wiederum ist das Kabel wie eine Telefonschnur aufgerollt, weswegen es nicht nur zu kurz, sondern auch zu gespannt ist und sich häufiger aus der 12V-Buchse von selbst herauszog.

Technisch hingegen, genauer: in puncto Navigation leistete sich kein Gerät einen Aussetzer, und alle überstanden sogar bravourös den absoluten Härtetest in Form des Insiderwissens von Einheimischen, mit denen die Navis beim Praxistest im Ruhrgebiet und im angrenzenden Rheinland in Konkurrenz treten mussten.

Insgesamt vier Navigationssysteme erhielten deshalb von „Emporio“ die Note „sehr gut“. Das Beste unter den Besten war dabei das Navigon 8110, das mit 94,1 Prozent ein absolutes Topergebnis einfuhr. Seine Pluspunkte: Eine exzellente Routenführung, eine detaillierte Kartendarstellung mit übersichtlichen Informationen sowie eine sehr präzise Sprachansage. Das Gerät kann auch per Sprachsteurung bedient werden, was im Test hervorragend klappte, und die Routeneingabe beurteilt „Emporio“ als „vorbildlich“.

Wäre das vermaledeite Adapterkabel des Navigon-Navis nicht gewesen, so wäre der Vorsprung zum Zweitplatzierten TomTom Go 940 Live größer ausgefallen. Auch beim ihm gab es weder an der Routenführung noch beim Menü oder Sprachsteuerung etwas auszusetzen. Die akustische Leitung sei sehr präzise und ausgezeichnet. Einen kleinen Minuspunkt erntete das TomTom wegen der dürftigen Angabe von Straßennamen im unmittelbaren Standortumkreis, ein dickes Lob hingegen wiederum für den an der rechten Seite eingeblendeten Hinderniswarner.

Auf Platz drei landete das Becker Traffic Assist Z205. Zusammen mit dem Navigon und dem TomTom bildete es das Trio mit der überzeugendsten Sprachführung im Testumfeld, während alle anderen mehr oder weniger kleine Schwächen offenbarten – so sei beispielsweise das Set an Sprachbefehlen beim Blaupunkt sowie beim Sevic doch recht eingeschränkt (wenn auch präzise), und das Garmin Nüvi 865T zerhackte öfters Straßennamen. Größtes Manko wiederum des Becker sei der langsame GPS-Empfang, was auch eine relativ lange Routenberechnung nach sich ziehe.

Preis-Leistungssieger und letztes der mit „sehr gut“ bewerteten Navis wurde das Falk F10. Kartendarstellung und optische/akustische Führung wurden mit sehr gut bewertet, lediglich die Displaydarstellung sei beim Zuschalten aller Informationen „ziemlich überladen“. Während die Fahrzeughalterung und die Stromversorgung „außer Fehl und Tadel“ waren, dauerte der GPS-Verbindungsaufbau wie beim Becker vergleichsweise lange.

Letztendlich aber sind die Unterschiede innerhalb des Top-Quartetts unter den Top-Navis der vier Hersteller relativ gering – ein erfreuliches Gesamtergebnis, befinden sich doch alle vier auf höchstem Niveau. Die Kaufentscheidung dürfte demnach relativ schwer fallen, zumal die Navis auch preislich nicht allzuweit auseinander liegen. Auf der anderen Seite kann sich der Kunde sicher sein, bei keinem aus dem Quartett einen Fehlkauf zu tätigen, und sich deshalb zum Beispiel darauf konzentrieren, welches Navi ihm von der Optik und der Kartendarstellung her am besten gefällt. Ankommen wird er auf jeden Fallen problemlos – und kann dabei sogar zum Spaß mit den Einheimischen wetteifern.