navi-uber-300-euroInternetverbindung, ausgefeilte Spracherkennung, Reiseführerqualitäten oder TV-Empfangsstation: Wer mehr als 300 Euro in ein Navi investiert, darf sich über „kleine, aber feine“ Komfortfunktionen für sein Geld freuen, wie es „c't“ in einem Testbericht formuliert. Die Zeitschrift hat insgesamt sieben Navis aus der Preisklasse über 300 einem Test unterzogen und spricht für alle Modell der renommierten Hersteller eine klare Kaufempfehlung aus. Aus den Kandidaten herausstechen konnte allerdings das TomTom Go 940 Live, dessen Mobilfunkmodul „c't“ als wirkliche Innovation bewertet.

Einfache Navis punkten mit stark fallenden Preisen, die Top-Navis der renommierten Hersteller wiederum legen sich mit Komfortfunktionen mächtig ins Zeug, um die zum Teil deutlichen Mehrausgaben gegenüber den Kunden zu rechtfertigen.

Doch während sechs der zum Test angetreten Geräte letztendlich laut „c'“ nur die Navi-Technik ausreizen, habe TomTom mit der Live-Funktion einen regelrechten „Quantensprung“ geschafft. Das Go 940 Live bezieht via Mobilfunknetz Echtzeitinformationen aus dem Internet beziehungsweise direkt von TomTom und reagiere damit zum Beispiel schneller und genauer auf die aktuelle Verkehrssituation. Das Plus an „Qualität und Genauigkeit“, das die Live-Dienste bieten, lerne man, so das Fazit von „c't“, schnell zu schätzen – sowie natürlich auch die altbewährten TomTom-Tugenden wie die schnellste Bedienung unter den Testkandidaten. (Nur am Rande: Kein Wunder also, dass zur IFA 2009 die Konkurrenten Navigon, Garmin und Medion mit „Internet“-Navis via Mobilfunkkarte nachgezogen haben.)

Gegenüber der vollkommen neue Möglichkeiten eröffnenden Live-Funktion des Go 940 Live verblassten die anderen Testkandidaten etwas – ohne jedoch zu enttäuschen. „Bedenkenlos“ könne man bei dem Geräten der traditionellen Hersteller zugreifen und sich ein Navi mit der für die eigenen Wünsche wichtigsten Komfortfunktion herausgreifen. So „brillierte“ (Testbericht“) zum Beispiel das Garmin Nüvi 865Tpro mit einer „ausgeklügelten Sprachsteuerung“ sowie mit dem hellsten Display; außerdem bot es im Testumfeld die beste Freisprechanlage. Beim Navigon 8310 machten vor allem die präzisen Anweisungen, die schnelle Neuberechnung von Routen und die aufgeräumte Kartendarstellung einen guten Eindruck - sowie die nützliche „Clever Parking“-Funktion. Das Becker Traffic Assist Z205 wiederum begeisterte durch eine „pfiffige Bedienung“, das Merian scout P-Navigator sowie das Falk F12 mit Reiseführerqualitäten, und wer unbedingt unterwegs keine Fernsehsendung verpassen will, greife zum Mio Moov Spirit V735 mit TV-Modul.

Bei keinem der sieben Testkandidaten traten ernsthafte Mängel auf – die Unterschiede liegen, wie gesagt, im Detail, sprich in „kleinen, aber feinen“ Komfortfunktionen und, wie zu ergänzen wäre, in kleinen, aber feinen Einzelstärken. Über diese sowie über die restlichen Ergebnisse gibt der komplette Testbericht von „c't“ ausführlich Auskunft. Sie finden ihn in der Ausgabe 17/2009 des Magazins oder hier als Komplettdownload für 70 Cent. Die Testfazits wiederum können Sie auf dieser Seite von Testberichte.de einsehen.