Navigationssysteme ReferenzklasseDie sechs Navigationssysteme, die die Zeitschrift „autohifi“ in einem Test miteinander verglichen hat, zählen allesamt zur Referenzklasse und erreichten deshalb auch höchste Punktebewertungen. Testsieger und damit Bester unter den Besten wurde das Navigationsgerät TomTom Go 940 Live, dicht gefolgt vom Blaupunkt Travel Pilot 700. Doch zu den beiden Top-Navis, die auch preislich in der oberen Liga spielen, gibt es mit dem Medion GoPal E4435 eine nur halb so teure Alternative. Die beste Navigationsleistung wiederum bot das Navigon 7210.

Liest man die Teilnehmerliste des Tests von „autohifi“, fühlt man sich an ein „Who is Who“ erinnert – die Kandidaten sind leidlich bekannt und haben in vergangenen Tests schon öfter gezeigt, dass sie auf jeden Fall jetzt schon zu den Top-Navis des Jahres 2009 gehören. Trotzdem stellt sich auch in dieser – von „autohifi“ zurecht „Referenzklasse“ genannten - Liga der Top-Navis die Frage, welches die Nase, wenn auch nur hauchdünn, vorne hat.

Im vorliegenden Test überzeugte das TomTom Go 940 Live am meisten. Das Live-Feature, das über eine integrierte SIM-Karte tages-, ja zeitpunktaktuelle Daten aus dem Internet beziehungsweise Verkehrsinformationen über den HD-Traffic-Service von TomTom abrufen kann, erwies sich einmal mehr als innovative Weiterentwicklung, die besonders gut angenommen wird, viele Testpunkte einbringt und als besonders zukunftsträchtig gilt. Dazu kommt die – wie von TomTom zu erwarten – souveräne Navigationssleistung, so dass die nicht 100 Prozent optimale Sprachausgabe am Testsieg letztendlich nichts geändert hat.

Überraschend gut schneidet in Tests auch häufig das Blaupunkt Travel Pilot 700 mit der innovativen Video-Navigation ab. Das Navigationssystem markiert derzeit so ziemlich die preisliche Obergrenze auf dem Navi-Markt, legitimiert die für das Navi fälligen rund 600 Euro aber mit einer breiten Multimedia-Ausstattung bis hin zum mobilen TV-Empfang und Internetzugang. Wer auf solche Features Wert legt, findet im Travel Pilot 700 zur Zeit wohl das Referenzprodukt. Anders ist nämlich sonst der zweite Platz des Navis nicht zu erklären – denn die Videonavigation funktionierte auch im Test von „autohifi“ nur „leidlich“ gut. Eine gute 3D-Darstellung, so „autohifi“ weiter, sei letztendlich „insgesamt besser“.

Premium-Klasse trotz „Mini“-Preis – vergleicht man ihn jedenfalls mit den anderen Testkandidaten – biete das Medion GoPal E4435. Die am Preisschild öffentlich zur Schau getragene Bescheidenheit verschleiere tendenziell die sehr gute Performance des Navis. „Autohifi“ nennt als Highlights unter anderem die „exzellente Sprachausgabe“, die fast fehlerfreien Routen, eine sehr einfache Bedienung – und ebenfalls eine beeindruckende Ausstattung mit Navigationsfunktionen (Text-to-Speech, Splitscreen, Tempowarner, GPS-Aufzeichnung ...) sowie Zusatzfunktionen wie beispielsweise Bluetooth-Freisprecher, MP3-Player und einen Travel Guide.

Als wahrscheinlich schönstes Gerät des Navi-Sixpacks schließlich lobt „autohifi“ das Navigon 7210 aus – und attestiert ihm auch die beste Navigationsleistung unter den Testkandidaten. Das auf Multimedia-Features gänzlich verzichtende Navigationssystem führt zu einer ungemein übersichtlichen Bedienbarkeit des Menüs. Ein weiterer Pluspunkt ist die „ausgereifte“ Spracheingabe. Preislich liegt das 7210 in der Mitte zwischen dem Medion und dem Top-Duo – also ideal für Käufer, die auch preislich den goldenen Mittelweg suchen und Extreme nach oben/unten meiden.

Die Wahl eines Navis aus der Referenzklasse ist bei der aktuellen breiten Auswahl nicht einfach – vielleicht bietet ja der Test von „autohifi“ das letzte Argument für oder gegen ein bereits von Ihnen in den Blick genommene Modell. Die Testfazits finden Sie deshalb zum Nachlesen im Überblick hier – darunter auch die der bisher nicht erwähnten Navis Falk F10 und Garmin Nüvi 765TFM.