navigationssysteme1In einem Test der Zeitschrift „Computer Bild“ legten die Hälfte der 12 getesteten Navigationssysteme einen Schwachpunkt an den Tag: Sie flogen wegen der schwachbrüstigen Saugkraft ihrer Halterungen bereits bei einem leichten Seitenaufprall von der Windschutzscheibe. In der Gesamtwertung wiederum kann Falk einen Doppelsieg feiern. Das F8 2nd Edition wurde Testsieger, das M4 2nd Edition wiederum heimste die Auszeichnung „Preis-/Leistungsieger“ ein.

Die Preisspanne der zwölf Testkandidaten reicht von 130 bis 500 Euro – und kein einziges Navigationssystem schnitt den Test schlechter als mit der Note „befriedigend“ ab. Genau genommen waren dies sogar nur zwei. Alle anderen Navis erhielten von „Computer Bild“ die Note „gut“.

Dieses insgesamt sehr positive Bild wurde durch die schwache Leistung der Halterungen getrübt. Denn ein Navi, das sich von der Winschutzscheibe löst, kann nicht nur kaputt gehen. Es entwickelt sich bei entsprechender Geschwindigkeit auch regelrecht zu einem „Geschoss“. Es ist daher erschreckend, dass die Hälfte der zwölf Halterungen bereits bei einem Seitenaufprall von unter 25 km/h versagten – teilweise schon bei 4,3 km/h.

Dieser Messwert stammt aus den ausführlichen Testergebnisse des Falk F8 2nd Edition – auch Testsieger sind demnach nicht perfekt. Das Navi überzeugte jedoch die Tester mit einer Top-Ausstattung und glich den Halterungs-Fauxpas mit seiner sehr guten Sprachansage aus – die, und darin besteht in gewisser Hinsicht die ausgleichende Gerechtigkeit, für mehr Sicherheit sorgt, da der Blick auf die Karte überflüssig wird. Auch der Preis-/Leistungssieger M4 2nd Edition von Falk fiel von der Scheibe, biete jedoch für rund 130 Euro fast dieselbe Komfort-Ausstattung wie der größere Bruder F8 und habe sich damit die Auszeichnung verdient.

Die Navigationssysteme zwischen dem siebtplatzierten Falk M4 und dem Testsieger liegen innerhalb von zwei Zehnteln – ein deutliches Zeichen dafür, dass die Unterschiede zwischen den aktuellen Navis kaum noch bemerkbar sind und damit eigentlich nicht mehr schwerwiegend ins Gewicht fallen. Jedes dieser Navis ist empfehlenswert – und jedes hat seine besondere (kleine) Stärke. So zeichnet sich zum Beispiel das Zweitplatzierte Garmin Nüvi 765TFM durch ein „konkurrenzlos“ (Testbericht) helles Display aus, während das Navigon 4310 max (Platz drei) sehr schnell navigationsbereit ist und das Becker Traffic Assist Z205 Falschfahrer bereits nach 12 Sekunden über ihr Missgeschick informiert. Das Blaupunkt Travel Pilot 500 (Plazt 5) wiederum biete, wie übrigens auch das Z205, eine Freisprechanlage mit einem „richtig guten Klang“ (Testbericht) – was ja bekanntlich nicht immer der Fall ist. Als flottes Einsteigernavi mit TMC schließlich bietet sich das Garmin Nüvi 255WT an – um mit Platz 6 die Lücke bis zum M4 voll zu machen.

Den kompletten Test von „Computer Bild“ können Sie hier herunterladen.