Insgesamt fünfzehn Navigationssysteme waren bei einem Test der Zeitschrift „PC Praxis“ zur Prüfung auf „Herz und Nieren“ am Start. Aufgrund des großen Preisunterschiedes bildete die Redaktion zwei Testgruppen. Unter den fünf Navigationssystemen bis 200 Euro setzte sich das Medion GoPal E4435 (Europa) als Testsieger durch, das beste Preis-Leistungsverhältnis wiederum bot das Pearl V35-1. Testsieger in der Gruppe über 200 Euro war das Travel Pilot 700 von Blaupunkt, während das TomTom Go 630 Live die Auszeichnung Preistipp erhielt.

Die Aufteilung in zwei Testgruppen spiegelt die Ausstattung der Geräte wider. Während Navigationssysteme über 200 Euro zusätzliche Komfortfunktionen, TMC beziehungsweise TMCpro sowie Multimediafeatures bieten, setzen Navis in der unteren Preisgruppen den Hauptakzent auf die Navigation. Eine Ausnahme stellt das Medion GoPal E4435 (Europa) dar. Neben einem umfangreichen Kartensatz und integriertem TMCpro (optional) hat es mit dem MP3-Player sogar eine Multimedia-Eigenschaft an Bord. Aufgrund seiner sehr guten Ausstattung und der zuverlässigen Stauinformation wurde es deshalb Testsieger in der Gruppe der Günstig-Navis.

Rund 50 Euro weniger kostet das Pearl V35-1 in der Variante mit Westeuropa-Karten. Das Navi genügt den alltäglichen Ansprüchen durch eine „sehr brauchbare Streckenführung“, die zudem auch optisch ansprechend präsentiert wird - allerdings auf einem kleineren 3,5-Zoll-Display (Medion: 4,3 Zoll). An Komfortfeatures bietet das Gerät einen Fahrspurassistent. Obwohl die Routenberechnung des V35-1 TMC-fähig ist, wird das Navi nur ohne TMC-Empfänger angeboten. Dieser kann jedoch zum Preis von 20 Euro optional hinzu gekauft werden – was sich für Vielfahrer lohnt. Wer auf jegliche Sonderausstattung verzichten kann und nur ein einfaches Navigationsgerät sucht, muss dafür beim Baros A-rival NACA-400 nicht mehr als 70 Euro ausgeben.

Mit etwas mehr als achtmal so viel muss man dagegen für das Travel Pilot 700 von Blaupunkt rechnen – sein Preis liegt derzeit bei ungefähr 600 Euro. Dafür geizt es jedoch nicht mit Ausstattung, allen vor mit einer neuartigen Video-Navigation. Sie erhöhe durch das Erkennen von Verkehrsschildern die Sicherheit und liefere durch die „Live“-Bilder eine bessere Orientierung. Wegen seiner „sehr guten“ Navigationsleistung und der ebenfalls „sehr“ guten Ausstattung (unter anderem Bluetooth und WLAN) ernannte „PC Magazin“ das Gerät zum Testsieger. Nur knapp über der 200 Euro-Marke liegt dagegen aktuell der Preis für das damit zurecht als „Preistipp“ ausgezeichnete TomTom Go 630T (229 Euro bei amazon). Das Navi zeigte kaum Schwächen im Test (Bedienung, Ausstattung) und überzeugte mit einer „sehr guten“ Navigationsleistung.

TomTom und Falk setzen seit neuestem auf die Mithilfe einer „Community“. Über den PC können Kartenänderungen (TomTom) oder Abkürzungsrouten (Falk) anderen Navibesitzern zugänglich gemacht werden. Der Austausch dieser Informationen findet über regelmäßige Kartenupdates statt. Falk spricht von einem „lernfähigen“ Navi und ermöglicht diesen Service mit dem Falk F10. Bei TomTom wiederum werden die entsprechenden Geräte mit dem Zusatz „Live“ gekennzeichnet wie beim Go 740 Live. Hinzu kommen noch weitere Live-Dienst wie Radarwarnungen und Servicedienste für eine effizientere Routenberechnung wie Staumeldungen und tages-/uhrzeitenabhängige Routenberechnung. Diese Alternativen zu TMC/TMCpro haben ihm Test gut funktioniert. Beide Navis erhielten die Bewertung „gut“.