Es ist eigentlich nicht mehr notwendig, für ein Navigationssystem besonders viel Geld auszugeben – vorausgesetzt, man wünscht sich wirklich nur eine pure Routenberechnung und -führung. Die Zeitschrift „connect“ hat sich deswegen einmal näher angeschaut, was die teuren Navigationsgeräte an Pluspunkten gegenüber den günstigen Modellen unter 200 Euro zu bieten haben – beziehungsweise: mit welchen Features sie die Käufer zu überzeugen versuchen. Besonders hervorgetan hat sich dabei laut Tester das Becker Traffic Assist Z200.

Eines ist klar: Sicher von A nach B kommt man auch mit einem Günstig-Navi für unter 200 Euro. Aber eben lange nicht so komfortabel. Am zusätzlichen Kartenmaterial oder einem etwas größeren 4,3-Zoll-Display allein kann es nicht liegen. Beides bieten zum Beispiel die Günstig-Navis der E-Serie von Medion auch (zum Beispiel das GoPal E4235). Die Geister, scheiden sich an Komfortfunktionen wie Bluetooth (das Navigationssystem ersetzt eine separate Freisprechanlage), TMC Pro (Stau-Umfahrung auf der Basis aktuellster Verkehrsinformationen) und Sprachsteuerung. Vor allem letzteres entpuppt sich immer mehr als zukunftsträchtiges Komfortfeature, da es für zusätzliche Sicherheit bei der Navigation sorgt.

Testsieger
von „connect“ wurde das Becker Traffic Assist Z200. Es vereint eine souveräne Performance und sichere Navigationsleistung mit einer ganzen Anzahl von Komfortfeatures (TMC Pro, Reality View, Spurassistent usw.). Lediglich das Tempo bei der Routenberechnung ließe sich, so „connect“, noch ein bisschen steigern. Ebenfalls mit „sehr gut“ wurden allerdings auch vier weitere Navigationssysteme bewertet. Die Unterschiede lagen hier im Detail: So punktete das ausgesprochen attraktiv designte Falk F8 Complete mit Sprachsteuerung, Bluetooth und einer sehr guten Sprachausgabe, und auch die Bedienung ließ kaum Zweifel am Preis aufkommen. Das Clarion MAP 780 wiederum verbirgt unter seiner unspektakulären Oberfläche Navigationsleistung und Musikwiedergabe in Stereoqualität vom Feinsten. Das Garmin Nüvi 860 schließlich kann mit drei Schlagworten charakterisiert werden: Robust, hochwertig verarbeitet und schnell. Lediglich der Preis dämpfte die Lobeshymnen etwas.

Und zum Schluss: Obwohl das Mio Moov 370 „nur“ mit „gut“ bewertet wurde, erhält man mit ihm ein Topmodell mit allen Schikanen. Sein „Problem“ dagegen ist, wie „connect“ zurecht anmerkt, hausgemacht: Im eigenen Stall lauert mit dem Mio Moov 210 ein Günstig-Navi, das ebenfalls sehr attraktiv ist. Die Hersteller legen sich mit ihren günstigen Modell-Serien die Stolpersteine eben selbst in den Weg.

Eine Übersicht über alle Testergebnisse finden Sie hier.