Outdoor-NavisGleich in mehreren Einzelwertungen stellt Garmin das Siegermodell bei einem Vergleichtstest von 10 Navigationssystemen zum Wandern und Radfahren der Stiftung Warentest. Klarer Testsieger unter allen Kandidaten wurde das Garmin Oregon 400t, das die größte Vielseitigkeit und die beste Karte bietet. Aber auch zum Wandern empfiehlt die Zeitschrift "Test" zwei Garmin-Modelle, das eTrex Vista HCx sowie das eTrex Summit HC. Radfahrer dagegen orientieren sich unterwegs am besten mit dem Garmin Edge 705. Als Vergleichsgeräte nahmen noch zwei Sportuhren sowie ein Handy mit GPS-Modul am Test teil. Sie konnten allerdings in puncto Navigation nicht mit den Spezial-Navis mithalten.

Outdoor-Navigationssysteme besetzen im Vergleich zu den mobilen Navis für Autofahrer noch immer eher eine Nische am Markt. Doch ihre Beliebtheit nimmt kontinuierlich zu, unter anderem auch dank der steigenden Popularität des Geocachings. Stiftung Warentest hat acht reinrassige Outdoor-Navis sowie zwei Hybrid-Navis für Auto- und Outdoornavigation der beiden Markt-Kontrahenten Garmin und Magellan näher unter die Lupe genommen.

Nach den ausführlichen Praxistests stand fest: In allen drei Einzelwertungen schnitten die Magellan-Modelle „deutlich schlechter“ ab, und auch im Gesamtklassement stand ein Garmin-Modell an der Spitze. Das beste Outdoor-Navi im Test überhaupt war nach Ansicht von Stiftung Warentest das Garmin Oregon 400t. Als einziges Gerät hat es eine als „sehr gut“ bewertete topographische Karte an Bord, die eine wesentlich bessere Orientierung im Gelände ermöglicht als die zumeist auf die Geräte aufgespielten einfachen Welt-/Europakarten. Das Gerät sei außerdem vielseitig einsetzbar und eigne sich sowohl zum Wandern wie zum Radfahren „gut“.

Nur knapp halb so teuer wie das Oregon 400t die sind die beiden von Stiftung Warentest zum Wandern empfohlenen Navigationssysteme eTrex Vista HCx sowie eTrex Summit HC. Mit „sehr gut“ beurteilt wurde vor allem ihre GPS-Leistung und die lange Betriebsdauer. Außerdem wird die Bedienung des eTrex als „gut“ eingestuft (Summit: „befriedigend“). Beide Navis sind jedoch nur mit einer einfachen Karte ausgestattet, weswegen der Kauf einer zusätzlichen Topo-Karte ratsam ist. Den besten Eindruck bei den Tests mit dem Fahrrad bot das Garmin Edge 705. Als einziges Outdoor-Navi erhielt es sowohl in der Straßen- wie in der Mountainbike-Wertung ein „sehr gut“.

Die Hybrid-Navigationssysteme Magellan Crossover GPS und Garmin Nüvi 550 wiederum überzeugten nicht unbedingt in den Outdoorprüfungen. Ihr größtes Manko ist natürlich die gegenüber den Spezial-Navis erheblich kürzere Akkulaufzeit. Immerhin konnte sich im direkten Vergleich das Magellan dank einer „sehr guten Karte“ und einer "befriedigenden" Eignung zum Wandern und Radfahren vom ewigen Garmin-Kontrahenten einmal deutlich absetzen.

Als „wenig geeignet“ für Wander- und Radtouren stellten sich auch die beiden Sportuhren Garmin Forerunner 405 und Suunto X10 heraus. Ihre Domäne ist eindeutig das Fitness- und Lauftraining. Schenkt man Stiftung Warentest Glauben, müssen die Outdoor-Navis auch (noch?) nicht die Konkurrenz fürchten, die ihnen durch die Handy-Navigationssoftware immer mehr zuwächst. „Mäßig“ in der Navigationsleistung und „zu teuer“, dazu eine markant schlechtere Handhabung lauten die Kritikpunkte gegenüber dem Testmodell Sony Ericsson C702.