Günstig – und trotzdem eine hervorragende Performance. Ein direkter Vergleich der beiden aktuellen Navigationssysteme One Classic von TomTom und Traffic Assist Z099 von Becker des „Navi Magazin“ belegt, dass man für „Navigation pur“ im Einsteigerbereich nicht mehr als 150 Euro ausgeben muss. Beide Navis erhielten am Ende die Note „sehr gut“. Das TomTom One Classic konnte jedoch einen knappen Punktevorsprung ins Ziel retten und wurde Testsieger.

In der Niedrig-Preisklasse tut sich derzeit einiges – und, so darf man ergänzen, erfreuliches. Erst kürzlich hat Becker mit dem Traffic Assist Z099 ein Navi auf den Markt gebracht, das nicht nur optisch sehr stark an das rund 100 Euro teurere Traffic Assist Z201 erinnert. Letztendlich handelt es sich bei ihm um eine abgespeckte Variante des Z201 – und „abgespeckt“ meint, dass der Käufer nur auf die Mediafeatures des Z201 verzichten muss. Weder in der Verarbeitung noch bei der Leistungsfähigkeit der iGo-Software müssen nennenswerte Abstriche hingenommen werden. Beim TomTom One Classic wiederum handelt es sich ebenfalls um den Ableger eines „alten Bekannten“, nämlich des One 3rd-Edition, das, so das „Navi Magazin“, weiterhin topaktuell ist. Vom Preis her, der sich zwischen 130 und 150 Euro einpendelt, liegen beide Navis in etwa auf gleicher Höhe.

Dies gilt auch für die Gesamtnote. Das „sehr gute“ Abschneiden beider Navis beweist, dass man mit keinem der beiden Geräte einen Fehler machen kann. Das „Navi Magazin“ hält das TomTom One Classic allerdings für besser geeignet für Einsteiger, weil diese sich mit seiner Menüführung und -bedienung vermutlich leichter tun werden als mit der des Z099. Dies bedeutet jedoch nicht im Umkehrschluss, dass das Becker kompliziert ist. Auch bei ihm ist die Menüführung und die Routenplanung einfach und instruktiv.

Letztendlich zeigen sich die Unterschiede zwischen den beiden Navis vor allem an Feinheiten. Das Becker punktet auf jeden Fall mit einer Aktivhalterung – die beim TomTom fehlt –, einem üppigen Kartenmaterial sowie dem TMC-Modul. Insgesamt gesehen, so das „Navi Magazin“, sei das Z099 allein schon wegen dieser Ausstattung „eine kleine Sensation“. Aber auch die iGo-Software präsentierte sich recht flott, wenn auch bei der Berechnung der schnellsten Route mit einem Hang zu Nebenstrecken. Ein Vorteil der Software ist jedoch die Möglichkeit, komplexe Routen mit Zwischenzielen berechnen zu lassen. Dies ist beim TomTom lediglich mit einer weiteren Adresse möglich.

Einen Superlativ hat das „Navi Magazin“ aber auch für das TomTom parat. Die Software, so die Tester, sei nach wie vor „das Maß aller Dinge“. Etwas Autobahn-lastig bei der Berechnung der kürzesten Strecke, ist sie durch den Verzicht auf jede Form von Animation extrem schnell sowie, wie bereits erwähnt, extrem einfach zu bedienen. Der größte Vorteil des TomTom One Classic 3rd sind aber zwei Serviceangebote des Herstellers: Dank MapShare-System werden die Karten durch die Einarbeitung von Änderungsvorschlägen der Community ständig auf den neuesten Stand gehalten. Kartenupdates wiederum sind alle drei Monate per Abonnement möglich.