Die Zeitschrift „Navi Conenct“ hat die Infotainment-Systeme im Audi A8, BMW 7er sowie der Mercedes-Benz S-Klasse getestet und direkt miteinander verglichen. Im Mittelpunkt standen die Navigationsleistungen sowie die Nutzung als Freisprechanlage. Mit einer „überragenden“ Leistung, so die Zeitschrift, schnitt in Sachen Navigation das BMW iDrive ab. Den Maßstab bei den Freisprechanlagen setzte hingegen das Audi A8 Bluetooth-Autotelefon mit schnurlosem Bedienhörer.

Unterm Strich, dies sei vorweg gesagt, bieten in den Augen von „Navi Connect“ alle drei Infotainment-Pakete eine „Top-Qualität fürs Geld“. Die Systeme rangierten in der obersten Region der Punkteskala, sowohl was die Navi-, die Freisprech- und die Multimedia-Module der Systeme betrifft. Und noch etwas fiel den Testern ins Auge: Alle drei Geräte stammen von Harman/Becker, werden jedoch von den Automobilherstellern nach je eigenen Vorstellungen perfektioniert. Getestet wurde übrigens jeweils die System-Version für die Oberklasse-Wagen, die mit exklusiven Extras wie Head-up-Display (BMW) oder Nachtsichtmonitor (Mercedes) aufwarten. In „abgespeckter“ Version gibt es alle drei Systeme auch für Käufer der unteren Klassen.

Absolutes Highlight des BMW iDrive waren für „Navi Connect“ ohne Frage dessen Navigationskünste. Das System schloss mit einer „überragenden“ Gesamtpunktzahl von 479 von 500 möglichen Punkten ab, so dass die Zeitschrift von einer „Navigation nahe an der Perfektion“ spricht. Die Ausstattung sei – auch dank Internetzugang und beispielsweise Head-up-Display, Fahrspurassistent und Abstandswarner – fast lückenlos, die Grafik „prachtvoll“. Doch die enorme Funktionsvielfalt laufe auch Gefahr, trotz logischer und in sich konsequenter Menüstruktur tendenziell den Anwender zu überfordern. Gut sei es deshalb, dass die Bedienung des Systems mit dem neuen Controller – einem wunderbar funktionierenden, Joystick-artigen Dreh-/Drückknopf - wieder wesentlich sicherer und einfacher klappt als mit dem herb gescholtenen zentralen Steuerungsknüppel im Vorgängermodell des iDrive. Zusammen mit den Quell- und Menütasten habe man das komplette System nach etwas Einarbeitung doch relativ schnell voll „in der Hand“. Fazit: Das iDrive liege vorn, und zwar „ganz vorne“.

Genau dasselbe ließe sich auch vom A8 Bluetooth-Autotelefon des Audi A8 sagen. „Navi Connect“ nennt es schlicht und einfach „exzellent“. Das System stellte die Konkurrenz in den Schatten. Getestet wurde die Premiumlösung mit rSAP-Freisprecher und kabellosem Handset für 1.465 Euro – von denen der Käufer vermutlich keinen Cent bereuen wird. Das System kann mit einer SIM-Karte zu einem vollwertigen Autotelefon gemacht werden. Absolute Pluspunkte seien die vorbildliche Sprachbedienung, die automatische Rufannahme und die Anruflisten. Ein „Wunder“ an Funktionalität erschien es den Testern sogar, wenn das Gerät via SIM-Access mit einem Telefon verbunden wird. Auto und Handy erkennen sich nach dem Einschalten der Zündung perfekt, Anrufe landen automatisch auf der Freisprechanlage, und die weitere Bedienung erfolgt auf Wunsch über den MMI-Controller. Die Sprachqualität wiederum erklinge „hifidel“, wenn auch ab Tempo 200 das wohlgefällige Klangbild etwas zu schwächeln beginne, jedoch ohne dass die Verständlichkeit darunter leide – Kritik auf hohem Niveau.

Und das Command APS von Mercedes-Benz? Das Ergebnis mit zweimal der Note „sehr gut“ lässt bereits erkennen, dass von bemerkenswerten Schwächen auch beim schwäbischen Vertreter nicht berichtet werden kann. Das Navigationssystem war eben in diesem Test nur nicht so perfekt wie dasjenige des BMW – ein Schicksal, das auch die Freisprecheinrichtung schultern musste. Immerhin schob es sich in dieser Wertung mit dem Urteil „fast perfekt“ vor das Pendant im BMW, und dies deshalb, weil „Navi Connect“ ihm den besten Klang innerhalb des Luxustrios zuerkannte.

Die Ergebnisse des Test wurden von „Navi Connect“ in zwei Rubriken aufgespaltet. Sie finden deshalb die Fazits zum Test der Navigationsleistungen hier, die Resümees der Freisprech-Prüfung hier. Wer es noch genauer und anschaulicher haben will, sollte unbedingt den kompletten Test in der noch bis Mitte März 2009 am Kiosk ausliegenden Printausgabe der Zeitschrift nachlesen.