Die Hersteller von Navigationssystemen sind besonders stolz auf sie – auf die Flaggschiffe, die mit der neuesten Technik ausgestattet sind und mit dieser die Konkurrenz in den Schatten zu stellen versuchen. Die Zeitschrift „connect“ hat sich die aktuellen Top-Modelle von Blaupunkt (Travel Pilot 700), Falk (F10), Garmin (Nüvi 765TFM) und TomTom (Go 940 Live) näher angesehen und miteinander verglichen. Aus dem Wettstreit ging schlussendlich das TomTom Go 940 Live als Testsieger hervor.

Ob Video-Navigation, lernfähige Software, 3D-Darstellung oder Stauinformation via Internetanbindung – jeder Hersteller trumpft mit einem eigenen Spezialfeature auf, um seine Top-Navigationsmodelle noch attraktiver zu machen und den eigenen Markennamen ganz vorne in der Käufergunst zu platzieren.

Beim aktuellen Gerangel um die Vorherrschaft im Navi-Markt in Bezug auf die innovativste und attraktivste Technik hat laut „connect“ TomTom derzeit die Nase vorn. Im Test der Zeitschrift wusste das Go 940 Live am meisten zu gefallen. Zu verdanken hat das Navi dies den Internetfähigkeiten, die die Niederländer in das Go 940 Live eingebaut haben. Ausgestattet mit einer SIM-Karte, ruft das Navigationssystem aktuelle Verkehrsinformationen sowie den hauseigenen Verkehrs-Infodienst HD Traffic über das Internet ab. Zusätzlich werden die Routen je nach Tageszeit und damit unterschiedlichem Verkehrsaufkommen berechnet (IQ-Routes), was die Qualität der Routennavigation noch weiter verbessert. Zusammen mit der bewährten TomTom-Qualität sammelte das Go 940 Live somit die meisten Punkte auf seinem Konto und wurde Testsieger.

Der Abstand zum zweitplatzierten Blaupunkt Travel Pilot 700 ist jedoch nicht groß. Das erste Navigationssystem mit integrierter Videokamera trumpfte jedoch nicht mit diesem innovativen Feature auf, das laut „connect“ nur „leidlich“ funktionierte und nicht so ganz zu begeistern wusste. Das Punktekonto des Trave Pilot 700 füllte sich stattdessen dank einer „exellenten Zielführung“, eines durchdachten Menüs und seiner immensen Ausstattung kräftig auf: Sprachsteuerung, WLAN, Bluetooth und DVB-T-Empfänger – um nur einige zu nennen. Das Navi zeigte jedoch Schwächen bei der Geschwindigkeit der Routenberechnung.

Doch auch die beiden Mitkonkurrenten Garmin Nüvi 765TFM und das Falk F10 schlossen den Test mit der Gesamtnote „sehr gut“ ab. Beim Garmin fielen vor allem die Bedienung, die 3D-Gebäude- sowie die Informationsdarstellung auf dem Display positiv ins Auge. Und auch das Falk F10 braucht sich nicht zu verstecken. Schließlich konkurriert es mit seiner „lernenden Software“, die die Routenberechnung in Abstimmung mit Erfahrungen über bereits gefahrenen Strecken vornimmt, erfolgreich mit der IQ-Routes-Technologie von TomTom. „Connect“ beglaubigt dem Navi außerdem eine hohe Funktionalität, und nur die Menüs ruckeln ab und zu während der Zielführung.

Doch dies sind, wie „connect“ letztendlich auch eingesteht, Kritikpunkt, die das insgesamt sehr hohe Niveau der getesteten Navigationssysteme kaum schmälern. Unterm Strich hatte TomTom im Test zwar die Nase vorn – aber für sich genommen ist jedes der vier Flaggschiffe einen Kauf wert.

Die Testfazits finden Sie im Überblick hier.

Autor: Wolfgang