bmw-idriveDas Fachmagazin „Navi Connect“ hat zum ersten Mal einem Infotainment-System die Gesamtnote „überragend“ verliehen. Zum Test angetreten war das iDrive im 7er-BMW. Klagen ließen sich, so das Testfazit, über das System allenfalls „auf einem turmhohem Niveau“ formulieren, etwa darüber, dass die Verkehrsschilder-Erkennung nicht in 100 Prozent aller Fälle funktioniert hat, oder darüber, dass die Spracherkennung nicht jeden noch so genuschelten Satz versteht. Denn das iDrive sei Technik de Luxe, also vom Feinsten.

Das iDrive umfasst nicht nur Navi-Funktionen, Freisprechanlage sowie Musikanlage. Es dient auch gleichzeitig als Bordbuch, Auto-Checkup und empfängt BMW-Dienste via integriertem Handy-Mobilteil aus dem Internet. Die etwas zögerlich sich aufbauenden Internetseiten (Edge-Verbindung!, ein kleiner Kritikpunkt) werden dann auf dem hochauflösenden Display perfekt dargestellt – viel besser, als bei jedem Smartphone, auch dank Zoom-Funktion. Das BMW-Portal liefert aufgearbeitete, ausgesuchte aktuelle Nachrichten, und über die zugeordnete E-Mail-Adresse können auch Nachrichten verschickt werden. Natürlich können auch zu Hause am PC erstellte Routen via E-Mail an das iDrive versendet werden, und auf der Hotelreservierungseite www.hrs.de findet sich sogar ein Direkt-Link zum iDrive. Das vernetzte Auto werde beim iDrive Realität. Wer es übrigens weniger digital-technisch mag, darf auch das Callcenter von BMW via iDrive bemühen. Kleiner Wermutstropfen: BMW lässt sich die Dienste vom Besitzer bezahlen.

Die Navigationsleistungen des iDrive, dies hatte bereits ein Test in „Navi Connect“ 1/2009 gezeigt, seien ebenfalls „überragend“. Es ist im Vergleich zum Vorgänger wesentlich zugänglicher und lässt auch verschiedene Bedienarten zu. Der Controller etwa kann nun wie ein Joystick in alle Richtungen gekippt und muss nicht mehr, wie noch beim Vorgänger, geschoben werden. In das umfangreiche Menü wiederum habe man sich schnell eingearbeitet, da es klar und logisch aufgebaut sei. Lediglich „nicht computeraffine Menschen“ dürften gegenüber dem iDrive noch vor Probleme gestellt werden. Alle anderen hingegen werden sich über den wahren „Technologieträger“ iDrive nur freuen – eben deshalb, weil die Technik sowie alle Funktionen leicht zu handhaben sind und ein gehöriges Maß an Extra-Sicherheit bieten (zum Beispiel der Spurhalte-Assistent, das Head-up-Display oder der Abstandswarner).

Zähler „hagelte“ es schließlich förmlich für die Navigationskünste des iDrive, und zwar soviele, wie noch nie zuvor für ein Infotainment-Navi – dank der exzellenten Grafik und der kaum einen Wunsch offen lassenden Funktionsvielfalt inklusive Internetdienste. Da verwundert es eigentlich kaum, dass das iDive auch in Sachen Musikwiedergabe und Freisprechanlage keinerlei Schwächen zeigte. Nur Nuscheln, wie gesagt, sollte man nicht unbedingt. Doch wer sich dies verkneifen kann, dürfte vermutlich kaum darum herumkommen, dem iDrive ebenfalls ein „überragend“ zuzugestehen. - - Zum Testfazit geht es über diesen Link.