Sommerreifen: Großaufgebot - 35 Sommermodelle der Dimension 185/60 R 14 H und 205/55 R 16 W

SomerreifenIm großen Sommerreifentest des ADAC, der zusammen mit der Stiftung Warentest und europäischen Partnerclubs durchgeführt wurde, kamen insgesamt gleich 35 Modelle auf den Prüfstand. Die in der Zeitschrift „ADAC Motorwelt“ veröffentlichten Testergebnisse führen in der Dimension 185/60 R 14 H, die von den meisten Kleinwagen benötigt wird, gleich sieben Modelle mit dem Prädikat „besonders empfehlenswert“. Abgeraten wird dagegen von zwei Billig-Produkten aus Fernost. In der Dimension 205/55 R 16 wiederum erreichten sechs Sommerreifen die Prädikatsauszeichnung – und erstmals seit fünf Jahren hielten auch zwei Modelle dem verschärften Geschwindigkeitstest nicht stand.

Entscheidend für eine gute Platzierung im ADAC-Test sind nicht Spezialkünste in einer Disziplin, sondern die Gesamtperformance des Reifens. In der Vordergrund gerückt ist in den letzten Jahren die Verringerung des Rollwiderstandes, verspricht sie doch einen niedrigeren Spritverbrauch. Leider geht dies jedoch häufig auf Kosten der Leistung des Reifens bei Nässe – wie die Testergebnisse der Rollwiderstands-optimierten Michelin-Reifen in den letzten Jahren gezeigt haben. Michelin hat aber dazu gelernt und dieses Jahr vom ADAC sogar für seine Reifen die Prädikatsauszeichnung erhalten. Der ADAC weißt außerdem darauf hin, dass man dem Rollwiderstand keine allzugroße Bedeutung beimessen sollte. Die Spriteinsparung des besten gegenüber dem schlechtesten Reifen im Test lag bei gerade einmal 0,2 Liter auf 100 Kilometern. Nur bei einer langen Lebensdauer und hohen Laufleistung sind die Einsparungen also enorm.

Zu den Testergebnissen: In der Dimension 185/60 R 14 H zeichnete der ADAC folgende sieben Reifen mit dem Prädikat „besonders empfehlenswert“ aus: Fulda Carat Progresso, Michelin Energy Saver, Bridgestone Turanza ER 300, Continental Premium Contact 2, Kumho Solus KH17, Uniroyal Rain Expert. Unter diesen Reifen schonen insbesondere der Kumho sowie die Konzern-Zweitmarken Fulda, Uniroyal und Semperit den Geldbeutel. Da die Gesamtperformance ausschlaggebend für die Platzierung war, lohnt sich ein Blick in die Testfazits, in denen die Stärken/Schwächen der einzelnen Reifen genau aufgeführt sind. Übrigens: Die anderen Reifen scheiterten, so der ADAC, fast alle wegen schlechterer Ergebnisse auf Nässe an einer besseren Platzierung – mit Ausnahme des Vredestein Hi-Trac (nur mit der DOT-Nummer 1808, da Vredestein nachgebessert hat) sowie des Maloya Futura Primato, die beiden überraschenderweise auf trockener Fahrbahn „kaum fahrbar“ waren. Durchgefallen wiederum sind die beiden Billigreifen Kenda Komet SPT-1 sowie des (laut Herstellers sogar wintertauglichen!) Wanli S-1032.

In der Dimension 205/55 R 16 W wiederum lauten die besonders empfehlenswerten Sommerreifen Michelin Priomacy HP, Bridgestone Turanza ER 300, Continental Premium Contact 2, Nokian ZG2 sowie Firestone TZ300 alpha. Der ebenfalls prämierte Goodyear OptiGrip ist nur für eine Geschwindigkeit bis 240 km/h zugelassen. Apropos Geschwindigkeit: Dass der Speed-Index keine reine „Formalie“ sei, bewies der diesjährige ADAC-Test. Denn erstmals seit fünf Jahren platzten im verschärften Hochgeschwindigkeitstest zwei Reifen, der Kumho Ecsta HM KH31 und der Avon Tyres ZV5. Das bedie Reifen jedoch den nicht ganz so harten, aber regelkonformen ECE-Schnelltest bestanden, wurden die Reifen nur eine Stufe abgewertet.

Auch für die Sommerreifen der Dimension 205/55 R 16 W gilt, dass in den Testfazits die Stärken und Schwächen der Reifen aufgeführt sind.

Autor: Wolfgang