Sommerreifen: 9 Sommermodelle 235/35 R 19 Y für die sportliche Mittelklasse

SommerreifenAuf einem Audi A4 3.2 quattro mussten in einem Test der „Auto Zeitung“ neun Sommerreifen ihre Qualitäten für die sportliche Mittelkasse unter Beweis stellen. In der Gesamtwertung, die sich aus dem Abschneiden bei den Nässe- wie bei den Trockentest zusammensetzt, lag am Ende der Pirelli P Zero mit überzeugenden Ergebnissen in beiden Testdisziplinen ganz vorne und wurde deshalb Testsieger. Mit einer ausgeglichenen Leistung, da er weder bei Nässe noch auf trockener Fahrbahn markante Schwächen an den Tag legte, erreichte der Hankook Ventus S1 Evo den zweiten Platz. Der Vredestein Ultrac Sessanta, der ein glänzendes Ergebnis bei den Regentest einfuhr, baute auf trockener Fahrbahn etwas ab und muss sich deswegen mit Platz drei zufrieden geben.

Den ersten Testdurchlauf mussten die Reifen auf der für Sommerreifen in vielen Fällen am schwierigsten zu meisternden Nässe-Strecke absolvieren – hier treten erfahrungsgemäß auch die größten Unterschiede zwischen den Testkandidaten auf. Nahezu perfekt überstand der Pirelli P Zero die Prozedur auf der künstlichen gefluteten Fahrbahn. Im Handling und bei den Bremswerten bot er Spitzenwerte. Nur das eher schwächere Abschneiden in den Quer-Aquaplaning-Tests warf einen kleinen Schatten auf die ansonsten souveräne Vorstellung. Den Sieg im Nässekapitel muss er sich allerdings mit dem Vredestein Ultrac Sessanta teilen, der im Aquaplaning Top-Werte ablieferte und laut „Auto Zeitung“ in puncto Fahrsicherheit auf nasser Fahrbahn nicht zu überbieten sei. Die beiden Sommerreifen distanzierten mit ihrer Performance knapp den „Regenspezialisten“ Uniroyal Rainsport, dessen Bremswerte noch Verbesserungspotential besitzen. Schlusslichter der Nässetests wiederum waren der Michelin Pilot Sport 2 R01 sowie der Yokohama ADAVAN Sport.

Während der Vredestein-Reifen seinen Nässe-Triumph auf trockener Fahrbahn nicht wiederholen konnte, war der Pirelli auch hier „das Maß der Dinge“ („Auto Zeitung“). Seine Erfolgsbilanz: Beste Bremswerte, Schnellster bei Handling und Slalom, dazu noch überaus fahrsicher, weil neutral bis leicht untersteuernd ausgelegt. Der Kapitelsieg und damit auch der Gesamtsieg war dem Pirelli-Reifen damit nicht zu nehmen. Der Vredestein hingegen ließ bei den Bremswerten spürbar nach und rutsche deshalb auch in der Gesamtwertung um zwei Plätze nach unten. Umgekehrt reichte die gute Performance bei den Trockenübungen nicht aus, um den Michelin, der nach den Nässetests in den Kellerregionen der Rangliste rangierte, viel weiter nach oben zu spülen. Am Ende war es nur Rang sechs, weil sich der Vredestein den dritten Platz mit dem Bridgestone Potenza RE 050A und dem Goodyear Eagle F1 Asymetric teilt. Beide Reifen fielen über den gesamten Test hindurch nie durch unangenehme Schwächen auf und empfehlen sich daher als gute Alltagsreifen für jede Gelegenheit.

Dasselbe lässt sich laut „Auto Zeitung“ auch über den Hankook Ventus S1 Evo sagen, der sich jedoch in der Gesamtabrechnung vor das drittplatzierte Trio schieben konnte – dank sehr guter Bremswerte bei den Nässetests zum Beispiel.

Die Testfazits aller neun Sommerreifen, die dem Audi A4 übrigens, so die „Auto Zeitung“, gut zu Gesicht standen, finden Sie zum Nachlesen im Überblick hier.

Autor: Wolfgang