Uniroyal Autoreifen: Bei Regen in ihrem Element

ratgeber-uniroyal-autoreifen-logoUniroyal ist als Reifenmarke vor allem bekannt für seine guten Eigenschaften bei Nässe, und die Produkte der Tochter des Continental-Konzerns werden entsprechend beworben; das Markenlogo zeigt seit 1969 einen Regenschirm. Zum Programm gehören Sommer- und Winterreifen sowie ein Ganzjahresreifen. Ursprünglich stammt Uniroyal aus Belgien: Oscar Englebert gründete die Firma 1868 in Lüttich und stellte 1898 die ersten Autoreifen her. 1929 öffnete ein Zweigwerk in Aachen, 1969 kam der Rallye 180 als erster so genannter Regenreifen heraus, 1979 übernahm Continental den Hersteller.

Rain Expert

Unter den Sommerreifen spricht der Rain Expert die größte Zielgruppe an, er eignet sich in den angebotenen Dimensionen von 135/80 R 13 70T bis 255/60 R 18 112V und kommt damit für Kleinwagen, die Kompaktklasse, die Mittelklasse und SUVs in Frage. Einige Größe reichen bis zum Geschwindigkeitsindex W (bis 270 Stundenkilometer). In der gängigen Dimension 205/55 R16V erreichte er im ADAC-Sommerreifentest des Jahres 2012 gute Werte in den sicherheitsrelevanten Bereichen. Mit der Nässe-Note von 1,9 wird er seinem Ruf als Regenreifen voll gerecht, kann aber mit der Note 1,8 auch auf trockenem Untergrund glänzen. Der hohe Verschleiß führte indes dazu, dass der ADAC den Reifen nur als „befriedigend“ einstufte. Die „Auto Zeitung“ (Heft 6/2013) sieht den Rain Expert ebenfalls als Nässespezialisten, kreidet ihm aber die ein „frühes Erreichen der Haftgrenze“ auf dem Trockenen an. Auch die „Auto Bild“ (Heft 9/2013) kam zu dem Schluss, dass die Handling-Eigenschaften auf dem Trockenen ein Schwachpunkt des Uniroyal seien.

Rainsport 2

Ähnlich verhält es sich mit dem Uniroyal Rainsport 2, der für leistungsstarke Fahrzeuge konzipiert ist. Ihn gibt es von der Größe 195/45 R14 V bis zur Größe 275/35 R 20Y. Die ADAC Motorwelt (Heft 3/2013) sieht ihn in der Testdimension 225/45 R17 als „besonders gut auf Nässe“, aber „schwächer auf Trocken“. Schon in früheren Tests anderer Fachmagazine hatte der Rainsport 2 diese Tendenz und einen hohen Verschleiß offenbart.

WinterMS Plus 77

Bei den Winterreifen hat Uniroyal für große und schnelle Fahrzeuge zur Saison 2013/2014 den MS Plus 77 auf den Markt gebracht. Er folgt auf den MS Plus 66 und ist in 46 Größen für 15- bis 18-Zoll-Felgen und mit Querschnitten von 40 bis 70 Prozent lieferbar. Die ADAC Motorwelt (Heft 10/2013) bewertete den MS Plus 77 in der Größe 225/45 R17 als „sehr ausgewogen, besonders auf Schnee“ und stufte ihn mit der Gesamtnote 2,4 als „gut“ ein. Auch der geringe Spritverbrauch (Note 1,7) wusste zu überzeugen.

Winterreifen MS Plus 6

Für Klein- und Kompaktwagen kommt im Winter der MS Plus 6 in Frage. Es gibt ihn vom 135/80 R13 bis zum 195/65 R14. Im ADAC-Test aus dem September 2011 schnitt er nur als „befriedigend“ ab, denn er zeigte „leichte Schwächen auf trockener Fahrbahn und Schnee“, die zur Abwertung führten. Bei Nässe ist der MS Plus 6 hingegen in seinem Element. Erste Tests stammen bereits aus dem Jahr 2009, der Nachfolger MS Plus 7 dürfte daher nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Allseason Expert

Erst seit 2013 gibt es ein Ganzjahresreifen Allseason Expert, der es nach Erkenntnissen der „Auto Bild“ (Heft 39/2013) im Schnee nicht nur mit seinesgleichen, sondern auch mit guten Winterreifen aufnehmen kann. Auf Nässe funktionert er ebenfalls gut. Ein Schönwetterreifen ist er jedoch nicht, im Sommer lieferte er im Test ein schlechteres Handling und längere Bremswege als der mitgetestete Referenz-Sommerreifen. Schnellere und größere Autos können mit dem Allseason Expert nicht bestückt werden, seine Größen reichen vom 155/80 R13 T bis zum 205/55 R16 H und damit bis maximal 210 Stundenkilometer.

Autor: Hendrik