Michelin Winterreifen: Häufig auf dem Siegerpodest

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Winterreifen Pilot Alpin PA4 Pilot Alpin PA4

Michelin führt mehrere Winterreifen in seinem Sortiment, die durch die Bezeichnung Alpin gekennzeichnet sind. Aufgrund der Bedeutung des Herstellers – er ist Marktführer in Europa und zählt neben Conti und Goodyear zu den Premium-Marken – sind sie bei den meisten Vergleichstests mit am Start und erzielen vorwiegend gute Resultate.

Alpin A4 - für Kleinwagen, Kompakt- und Mittelklasse

Der wichtigste Winterreifen von Michelin ist gegenwärtig der Alpin A4. Er ist für eine Vielzahl von Pkw in passenden Größen verfügbar und darf, je nach Ausführung, bis zu Geschwindigkeiten von 240 Stundenkilometern gefahren werden (Index V). Die Breiten reichen von 165 bis zu 225 Millimetern und der Durchmesser von 14 bis zu 17 Zoll, diese Dimensionen decken Autos vom Kleinwagen bis zur oberen Mittelklasse ab.

Aus mehreren Reifentests ging der Alpin A4 mit guten Ergebnissen hervor; in der „Auto Bild“ (Heft 40/2013) stand er sogar an der Spitze des Testfeldes. Die Fachzeitschrift hatte ihn als 195/65 R 15 H (bis 210 Stundenkilometer) getestet und zum Testsieger unter 15 Winterreifen gekürt. Als einzige Schwäche habe er sich ein etwas erhöhtes Vorbeifahrgeräuch geleistet, sei sonst aber „vorbildlich“ und „mit ausgewogenen Handlingqualitäten bei allen Witterungsbedingungen.“ Bei anderen Magazinen rangiert der Alpin A4 zwar auch in der Spitzengruppe, musste sich aber meist dem Continental Wintercontact TS 850 geschlagen geben. So fand die „Auto Zeitung“ (Heft 21/2013) beim Michelin 195/65 R 15 T „keine einzige Schwäche“, doch in den Einzeldisziplinen holten der Conti und auch der Nokian WR D3 stets ein paar Punkte mehr, so dass dem Franzosen nur die Bronzemedaille blieb. Da bis auf den unterschiedlichen Geschwindigkeitsindex die gleiche Reifengröße verwendet wurde und jeweils ein VW Golf als Testwagen diente, zeigt die unterschiedliche Platzierung auch, dass die Fachzeitschriften offenbar keine absolut exakten Ergebnisse liefern. Dies zeigt auch ein Blick auf die Details: Der Bremsweg des Test-Golf aus 50 Stundenkilometern bis zum Stillstand betrug auf Schnee in der „Auto Zeitung“ 27,3 Meter, in der „Auto Bild“ hingegen 32,7 Meter. In anderen Einzelkategorien ermittelten die Zeitschriften ebenfalls abweichende Messwerte für den gleichen Reifen.

Im ADAC-Doppel-Winterreifentest des Herbstes 2013 trat der Alpin A4 sowohl in der Kleinwagengröße 185/60 R 15 T als auch in der Mittelklassedimension 225/45 R 17 H an und konnte in beiden Prüfungen ein Ergebnis mit dem Prädikat „gut“ erzielen. Der ADAC bezeichnete sowohl den 185er als auch den 225 als „ausgewogen“ und merkte als Besonderheit den geringen Verschleiß an. Die kleinere Variante kam auf den vierten Platz unter 17 Reifen, die größere Version auf Rang drei unter 15 Winter-Pneus. In der „auto, motor und sport“ (Heft 20/2013, Testgröße 225/50 R17 H) beließ es der Franzose beim sechsten Platz, da er nur eine „durchschnittliche Brems- und Aquaplaningleistung bei Nässe“ zeigte. Die Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) prüfte den Reifen in Kooperation mit dem Automobilclub von Europa (ACE) und sortierte ihn hinter dem Conti Winter Contact TS 850 und dem Dunlop Winter Response 2 auf dem dritten Platz ein. In der Größe 185/60 R15H zeigte der Alpin A4 bei der GTÜ auf bewässerter Fahrbahn keine besonderen Nachteile, nur zwei der insgesamt neun Kandidaten erreichten bei Nässe eine höhere Punktzahl.

Pilot Alpin PA4 - für Oberklasse und Sportwagen

Für Fahrzeuge mit höherer Leistung rundet der Pilot Alpin PA4 die Michelin-Winterreifenpalette nach oben ab. Er wird in Breiten zwischen 215 und 295 Millimetern hergestellt und darf, je nach Ausführung, bis zum Geschwindigkeitsindex W (bis 270 Stundenkilometer) gefahren werden. Bisher liege nur eine Handvoll von Tests für diesen Reifen vor, der bei den Prüfungen eine gute Figur machte. Die „Auto Bild“ (Heft 43/2012) vergab ihr Gutesiegel „vorbildlich“ für die Größe 225/40 R18 V, da der Pilot Alpin PA4 ein „Winterspezialist mit vorzüglichen Fahrleistungen auf verschneiter Fahrbahnoberfläche“ sei, der auch bei Nässe überzeuge. „Sehr präzise bei Trockenheit“ lautet ein Fazit der „Sport Auto“, die den Winterreifen in der gleichen Größe wie die „Auto Bild“ auf den Parcours schickte.

Autor: Hendrik