Klang: Zu wenig Bass für die Bestenliste

Bluetooth-Boxen von Philips empfehlen sich in erster Linie für Alltagsnutzer mit kleinem Budget. Grob reichen die Preise von 30 bis 100 Euro, trotzdem ist der Klang ordentlich. Unsere ausgewerteten Produkte – Basis hierfür sind technische Daten, Tests und Kundenmeinungen – schneiden beim Sound leicht besser ab als der Marktschnitt, bei vergleichbaren Herstellern sieht es ähnlich aus, etwa bei Sony oder JBL. Leider verliert der Klang tendenziell an Präzision und Natürlichkeit, sobald Du die Lautstärke stark erhöhst. Zudem musst Du Abstriche beim Bass machen. Er hält sich in aller Regel zurück, teilweise ist er praktisch nicht vorhanden. Für tieftonlastige Genres wie Hip Hop oder Elektro empfehlen wir Philips-Boxen deshalb kaum.

Tests zeigen: Überraschend laut

Interessant: Die Grenze zwischen schöner und verzerrter Musik wird oft erst überschritten, wenn Du richtig aufdrehst. Laut Fachpresse liegt der Wendepunkt teilweise bei 75 bis 80 Dezibel – das ist ziemlich laut, vor allem für eine kleine Bluetooth-Box. Umgekehrt gibt es wie immer die Kehrseite der Medaille. Ist der Pegel hoch, frisst das Strom und der Akku macht zügig schlapp, bei einigen Boxen nach drei bis vier Stunden. Hörst Du mit moderatem Pegel, sind dagegen sieben bis zehn Stunden ohne Weiteres drin, manchmal sogar noch mehr. Insgesamt ist die Akkuqualität bei Philips nicht ganz so gut wie bei einigen Konkurrenten, zum Beispiel bei JBL oder Creative.

Praxis / Nutzung: Höherer Preis, mehr Funktionen

Probleme beim Einrichten der Bluetooth-Verbindung treten in der Regel nicht auf. Verglichen mit Herstellern wie Ultimate Ears oder JBL ärgern sich Kunden etwas öfter über kurze Aussetzer bei der Musikübertragung, in Ausnahmefällen bricht die Verbindung komplett ab. Auch die Reichweite könnte besser sein. Gut dafür, weil unverzichtbar für eine tragbare Bluetooth-Box: Die Produkte sind meistens robust – obwohl Philips als Material fast immer Kunststoff verwendet. Rein funktional lautet die Devise: Konzentration auf die Basics. Skiptasten zur Songauswahl etwa fehlen recht häufig, auch ein Lautstärkeregler ist nicht immer vorhanden. Beides läuft in diesem Fall nur über die Soundquelle – etwas umständlich. Zudem sind nette Extras wie eine USB-Buchse zur Musikwiedergabe oder eine Ladefunktion für Smartphone-Akkus nur an Bord, wenn Du mehr Geld auf den Tisch legst. Allerdings ist das fast bei allen Herstellern genauso.