Mobile Audio-Player: Sony macht alles richtig

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top-test-8-mp31Die Zeitschrift „Audio Video Foto Bild“ hat acht MP3-Player mit Preisen zwischen 50 und 100 Euro getestet, sechs davon spielen neben Musik auch Videos ab. Geprüft hat man unter anderem Wiedergabequalität, Ausstattung, Funktionen und Bedienung. Der Kandidat von Sony schafft als einziger ein „gutes“ Ergebnis und ist außerdem vergleichsweise günstig.

Der Sony NWZ-E443 aus Sonys neuer E-Serie gefällt mit deutlich beschrifteten Tasten, die einen angenehmen Druckpunkt aufweisen. Man kann sein Musikarchiv nach Album, Interpret, Genre, Jahr oder Ordner durchsuchen. Damit hat Sony bei der Bedienung die Nase vorn. Eher umständlich fand man die Bedienung beim Touchscreen-Player Archos 3 Vision, kritisiert wird hier vor allem die hakelige Titelauswahl über das Grafikdrehrad. Auch klanglich kann Archos nicht wirklich überzeugen. Sony liefert den Testsieger mit einem speziellen USB-Kabel aus. Dank proprietärer Anschlussbuchse lässt sich der 3,6 Gigabyte große Speicher nur über dieses Kabel mit Daten füllen und der Akku mit neuer Energie versorgen. Ist der Akku vollständig geladen, dann hält er im reinen Musikbetrieb bis zu 36 Stunden lang durch. Das Ergebnis kann sich - auch wegen der ordentlichen Ohrstöpsel - durchaus hören lassen: Die Stimmwiedergabe ist natürlich und nur minimal verfärbt. Der Bassbereich könnte etwas mehr Druck vertragen, dafür sind viele Details zu hören. Pluspunkte gibt es außerdem für die Fähigkeit, CD-Cover auch dann anzuzeigen, wenn das Bild nicht in der MP3-Datei selbst gespeichert wurde. Die Foto- und Videoqualität ist in Ordnung, bessere Ergebnisse schafft in dieser Disziplin nur der Archos.

Wer auf die Anzeige von Videos verzichten kann, der wird auch mit dem GoGear Spark von Philips glücklich. In der vier Gigabyte-Version schlägt das Gerät mit einer UVP von knapp 70 Euro zu Buche. Ein Tuner für den Radioempfang, wie ihn alle anderen Kandidaten besitzen, hat der Spark leider nicht vorzuweisen. Dafür ist das Gerät mit gerade mal 4,7 Zentimetern in Breite und Höhe äußerst kompakt und lässt sich über die Kanten des Displays intuitiv bedienen. Bei der Musikwiedergabe werden die Alben-Cover im 1,5 Zoll großen Display angezeigt. In Sachen Klang muss sich der Philips nur bedingt vorm Testsieger verstecken: Zwar ist die Wiedergabe insgesamt etwas dünn und transparent, trotzdem fand man das Ergebnis recht natürlich. Moniert wird, wie übrigens bei fast allen MP3-Playern, die zu hoch einstellbare Maximallautstärke. Eine Ausnahme bildet hier der Take MS MEM-P3 Blade, bei dem man den Ton dann allerdings zu leise, obendrein dumpf und „telefonartig“ fand. Der Take MS bringt es somit und wegen der umständlichen Bedienung als einziger nur auf ein „ausreichendes“ Ergebnis.

Sony macht beim günstigen NWZ-E443 bis auf die zu hohe Maximallautstärke und das proprietäre USB-Kabel alles richtig. Will man Musik in ordentlicher Qualität anhören, unterwegs aber keine Videos sehen, dann lohnt der Blick zum kompakten Philips.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier, außerdem steht das komplette Heft zum kostenpflichtigen Download bereit.

Autor: Jens