Mobile Audio-Player: Apple hat nachgebessert

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top-test-eierpott1Die iPod-Produktfamilie, bestehend aus iPod Shuffle, iPod Nano und iPod Touch, wartet mit einigen Neuerungen auf: Der Shuffle wird am Kabel bedient, der Nano hat eine Kamera an Bord und der Touch soll als mobile Spielekonsole begeistern. Was die Geräte wirklich leisten, hat die Zeitschrift „c't“ getestet.

Nach wie vor besitzt der Shuffle einen praktischen Halteclip. Auf Tasten am Gerät verzichtet die aktuelle Version: Man steuert das Gerät direkt über ein Bedienelement am Kabel, verschiedene Tastenkombinationen lösen unterschiedliche Funktionen aus. Lob gibt es für die als „Voice Over“ bezeichnete Fähigkeit, Titel, Interpret und Wiedergabeliste per Sprachausgabe vorlesen zu lassen. Beim neuen Nano - ebenfalls mit Voice Over ausgestattet - hat sich noch mehr getan: Das Display ist mit 2,2 Zoll etwas größer geworden, wobei die Gehäuseoberfläche dank bunter Lackierung nicht mehr ganz so edel wirkt wie beim eloxierten Vorgänger. Auf der Rückseite wurde eine Kamera verbaut, mit der man Videos im VGA-Format, jedoch keine Fotos aufnehmen kann. Die Kamera ist „denkbar einfach“ in der Handhabung und liefert eine gute Qualität – zumindest sind die Ergebnisse besser als beim iPhone 3GS.

Die Aufnahmen werden mittels Lagesensor automatisch ausgerichtet, außerdem stehen 15 Effekte bereit, um das Video zu verfremden. Das integrierte Mikrofon nimmt in guter Qualität auf, neigt bei leiser Umgebung allerdings zum Untersteuern. Kritik gibt es für das Zusammenspiel mit Mac und PC: Der Nano wird nicht als Kamera erkannt. Um die Aufnahmen auf den Rechner zu bringen, muss man den Wechselplattenmodus des Players aktivieren und dann den DCIM-Ordner aufrufen. Einschränkungen muss man auch bei der Videoverarbeitung in Kauf nehmen, hier sollte man ein passendes Tool zur Hand haben. Ansonsten gibt sich das Gerät kein Blöße, punktet mit guter Musikwiedergabe, einem FM-Tuner inklusive Timeshift und einem Pedometer, der die Schritte beim Joggen zählt.

Den Touch gab es bislang nur als 8- oder 16-Gigabyte-Modell, neuerdings auch in einer Version mit 32 beziehungsweise üppigen 64 Gigabyte. Die neuen Geräte bieten OpenGL-ES-2.0-Unterstützung und damit eine bessere Grafik-Performance. Leider profitiert man nur bedingt davon, denn passende Spiele sind im App-Store eher begrenzt vorrätig. Dafür wirken alte Spiele, die auf der 8-Gigabyte-Version ruckelten, deutlich flüssiger. Die Applikationen lassen sich außerdem schneller herunterladen und installieren, die Redaktion der c't spricht von einer 80-prozentigen Steigerung. Im Großen und Ganzen hat sich nichts an der Bedienung geändert, neu ist die Möglichkeit zur Sprachsteuerung inklusive Voice Over: Drückt man längere Zeit auf die Taste an der Kabelfernbedienung, dann lässt sich ein Befehl einsprechen – zum Beispiel kann man sich bestimmte Künstler wünschen oder die Shuffle-Funktion anwählen. Die Sprachsteuerung klappte im Test mal gut, mal weniger gut. Ist man nicht auf dieses Feature angewiesen, dann wird man es vermutlich nicht nutzen – so die Einschätzung der Redaktion.

Alle drei Geräte sind dank neuer Features attraktiver geworden – vor allem der mit Mikrofon, Kamera, Radio und Pedometer ausgestattete Nano. Dank Voice Over inklusive Sprachsteuerung ist der neue Touch nun auch für Sehbehinderte interessant.

Autor: Jens