Tragbare Radios im Test: Wie urteilen die Experten?

Wie gut ein Radio bewertet wird, steht und fällt nicht nur mit dem Klang. Er spielt trotzdem eine tragende Rolle und fließt zu mindestens 30 Prozent in die Gesamtwertung ein. Wie gut setzt sich das Radio durch? Klingt es räumlich oder flach? Wie viel Treiber sitzen hinter dem Gehäuse? Eng mit der Tonqualität verbunden ist der Empfang, der ebenfalls in den Mittelpunkt der Beurteilung rückt: Wie gut ist die Sprachqualität? Erfolgt die Übertragung nur auf analogem oder auch auf digitalem Wege? Wie viele Sender spuckt die Suche aus? Neben der Ausstattung, etwa WLAN oder Bluetooth, kommt es auf die Transporttauglichkeit an. Sind Tragegriffe an Bord? Bezieht das Testobjekt den Strom aus dem Netz oder hat man ihm ein Batteriefach oder gar einen Akku spendiert? Zu guter Letzt knöpfen sich die Tester die Verarbeitung vor: Treffen Gehäuse-Segmente zielgenau aufeinander? Hat man ihm vorwiegend Kunststoff oder zusätzlich bzw. ausschließlich widerstandsfähige Materialien verpasst, etwa Gummioberflächen oder Metalle? Stimmt der Look? Wenn alle Faktoren überzeugen, sichert sich das Radio einen Platz auf dem Siegerpodest.

Das GPO Brooklyn trägt seinen Namen zurecht: Das Design ist an das der New Yorker „Ghettoblaster“ angelehnt. Funktionell übertrifft es seine 80er-Jahre-Vorbilder (Bluetooth- und USB-Schnittstelle), klanglich ist aber durchaus noch Luft nach oben. (Bildquelle: amazon.de)

Tragbar sind Radios verschiedenster Machart

Unter dem Begriff „tragbar“ versammelt sich eine typenübergreifende Riege von Empfangsgeräten: Das können wuchtige Bauradios, handliche Mini-Radios, analoge und digitale, Mono- oder Stereo-Manufakte sein. „Tragbar“ sind sie aus unterschiedlichen Gründen: Sie fallen klein aus oder sind sehr leicht, besitzen passende Griffe, Schlaufen, Gurte oder Karabiner, sie sind unabhängig vom Stromnetz, vielleicht mit Staub- bzw. Spritzwasserschutz ausgestattet oder kombinieren diese Eigenschaften miteinander.

DAB+ und Internetradio: Besserer Empfang auf digitalen Wegen?

Der digitale Standard DAB+ beschallt Ihre Umgebung nicht nur mit sauberen, klaren Radio-Tönen, sondern ist flächendeckend empfangbar, überregional und stellt mehr Sender bereit als sein analoges Gegenstück. Damit ist das klassische UKW gemeint, das auf mittlere Sicht abgeschaltet wird. Wer sein Analogradio demnach nicht schon bald wieder gegen ein digitales Modell austauschen möchte, setzt am besten direkt auf einen DAB+-Empfänger – auch wenn dafür ein etwas höherer Betrag fällig wird.
Portable Radios mischen auch im Bereich Streaming mit: Sie loggen sich über WLAN drahtlos ins Internet ein und greifen automatisch auf Internetradio-Dienste zu. Hier profitieren Sie von einer sehr üppigen Sender-Auswahl, die sogar DAB-Programmlisten übertrumpft. Die Suche können Sie über Farb-Displays nach Themen oder Genres einschränken, um den Überblick zu wahren.

Heißt „tragbar“ immer auch mobil?

Wirklich mobil ist ein Radio erst, wenn es vom Stromnetz unabhängig ist. Viele Hersteller spendieren deshalb Batteriefächer, Tragegriffe oder Umschnallgurte. Wollen Sie noch ein wenig mehr Unabhängigkeit, bieten sich tragbare Radios mit integriertem Akku an. Zum Beispiel können Sie diese bei Bauradios (Bosch, Makita) simpel gegen kompatible Akkus aus den herstellereigenen Werkzeug-Serien ersetzen. Das Höchstmaß an Flexibilität genießt man gewiss mit wiederaufladbaren Bluetooth-Radios, die sich sehr einfach transportieren lassen und zudem Audio-Inhalte von Smartphones oder Tablets wiedergeben.

Unsere Bestenliste: Portable Radios mit Akku

  1. Albrecht DR 750
    Albrecht DR 750
    • Sehr gut

      1,3

  2. Lenco PDR-040
    Lenco PDR-040
    • Sehr gut

      1,3


Wie viele Lautsprecher sollten es sein?

Sicherlich eine der konsequentesten Umsetzungen des Mobilitätskonzepts dank Bluetooth-Streaming und Akku einerseits, UKW- und DAB+-Empfang andererseits. Der JBL Tuner präsentiert sich als Hybride aus Bluetooth-Lautsprecher und Radio. (Bildquelle: amazon.de)

Hier kommt es auf den Anwendungszweck an: Nutzen Sie das Gerät eher für Sprachübertragungen, für Infozwecke, aktuelle Nachrichten und Fußball-Ergebnisse, dann reicht ein interner Lautsprecher aus. Mono-Radios sind etwas kompakter, leichter zu verstauen und bieten im Zweifel einen Kopfhörerausgang, falls mehr vom Inhalt zu verstehen sein soll. Kommt es Ihnen hingegen auf Durchsetzungskraft und Raumklang an, sind Stereo-Radios mit zwei Treibern die richtige Wahl. Bei sogenannten 2.1-Systemen (ebenfalls Stereo), sorgt ein zusätzlicher Woofer für strammere Bässe. An den Leistungswerten (in Watt) können Sie ablesen, wie stark die Lautsprecher aufspielen. Höhere Watt-Werte sind ein Indikator für kräftigere Bässe und größere Lautstärken, andererseits kein klarer Beweis für guten Klang, der von vielen weiteren Parametern bestimmt wird.

Der Klassiker: Tragbare Radios mit CD-Fach

Sie sind seit den 90ern nicht mehr aus Kinderzimmern wegzudenken: Stereo-Radios mit klappbarem Griff auf der Oberseite, früher mit Kassettendeck und heute mindestens mit CD-Fach ausgestattet. Von ihrer Beliebtheit haben sie kaum etwas verloren, denn sie treten als günstige Alternative zur Stereo-Anlage auf, lassen genügend Spielraum bei der Platzwahl – und gelten als Schlafbegleiter für Hörspiel- und Hörbuch-Hungrige. Achtung: Weil Kinderohren etwas sensibler sind, sollten Sie die maximale Lautstärke im Blick haben. Experten empfehlen bei unter 5-Jährigen eine Begrenzung auf 75 Dezibel.

von Thomas Vedder

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