Wie werden Internetradios getestet?

Testmagazine bewerten Internetradios mit WLAN-Funk im Grunde nicht anders als normale Radios mit UKW- oder DAB+-Empfang. Der Fokus liegt auf der Klangqualität und dem Empfang, danach folgt der Bedienkomfort - wenn Sie etwa nach Sendern suchen, die Sender sortieren oder durch die Menüs blättern möchten. Modelle mit einfacher Handhabung haben gute Chancen auf gute Testergebnisse und einen vorderen Platz in der Bestenliste.

Wie viele Sender empfängt ein Internetradio?

Die Auswahl ist riesig, vor allem verglichen mit UKW und DAB+. Gute Geräte gruppieren die Sender meist übersichtlich nach Ländern und bieten die Möglichkeit, gezielt nach Musikgenres, Stilrichtungen, Themen, Podcasts oder neuen Programmen zu suchen. Mit Blick auf das riesige Angebot eine nahezu unerlässliche Funktion. Die Verbindung zum Netz läuft fast immer drahtlos per WLAN, anschließend haben Sie Zugriff auf Sender aus aller Welt.

Unterschiede beim Bedienkomfort von Webradios

Damit der Heimnetz-Anschluss per WLAN leicht von der Hand geht, ist ein gut strukturiertes Installations- und Navigationsmenü wichtig. Auch große Bedientasten und ein logisch aufgebautes Farbdisplay helfen, denn sie erleichtern das Handling im Zweifel enorm. Ebenfalls gut: Es steht fast immer eine App zum Download bereit, die Ihr Smartphone in eine Fernbedienung verwandelt. Klassische Radios mit UKW oder DAB+ können das nicht.

Kostenlos Musik hören? Nicht immer

Fast alle Onlinesender gibt es zunächst einmal umsonst. Allerdings müssen Sie beachten, dass trotzdem Kosten entstehen können. So schlucken die Musikstreams umso mehr Daten, je höher die Übertragungsqualität ausfällt bzw. je höher die Zahl an kbit/s ist, mit der ein Sender die Songs ins Netz stellt. Besitzen Sie keine Daten-Flatrate und übersteigt das genutzte Volumen Ihren Tarif, zahlen Sie drauf.

Internetradio Hama DIR3510SCBTX Überzeugt im Test mit gutem Sound und vielen Funktionen, CD-Player inklusive: das Hama DIR3510SCBTX. (Bildquelle: amazon.de)

Internetradios mit Bluetooth und DAB+-Empfang

Neben WLAN bieten viele Internetradios ab 100 Euro interessante Zusatzfunktionen. Etwa Bluetooth für Streams vom Smartphone oder einen DAB+-Empfänger für digitales Radio, aber auch ein CD-Laufwerk oder Airplay für Apple-Puristen. Hinzu kommen je nach Modell LAN-, USB-, AUX- und Kopfhöreranschlüsse. Damit die Kosten nicht explodieren, kompensieren einige Hersteller den höheren Materialeinsatz mit preiswerten Bauteile, was sich auf die die Klangqualität auswirken kann. Im gemäßigten Preissegment um 100 bis 200 Euro ist das teilweise der Fall, in teuren Regionen ab 300 bis 400 Euro weniger.

Wie gut klingen Internetradios?

Wie bei Radios mit UKW und DAB+ hängt die Klangqualität nicht zuletzt von der Qualität und Anzahl der Lautsprecher ab. Ein Internetradio mit einem Lautsprecher (Mono-System) klingt dünner und weniger räumlich als ein Gerät mit zwei Lautsprechern (Stereo-System). Kommt noch ein sogenannter Tieftöner dazu (2.1-System), besitzt der Sound ein besseres Bassfundament. Auch die Ausgangsleistung ist ein guter Anhaltspunkt. Je höher der Watt-Wert (RMS), desto höher ist tendenziell die mögliche Lautstärke und desto mehr Wumms erzeugt ein Internetradio. Allerdings: Im Hifi-Bereich ist "laut" nicht gleichbedeutend mit gutem Klang. Denn was bringt die größte Power, wenn der Sound brummt, dröhnt und unsauber ist? Insofern empfiehlt sich immer ein Blick in den Test eines Magazins.

Internetradios mit viel Power

  1. Sonoro Audio Meisterstück
    140 W
    Sonoro Audio Meisterstück

    Sehr gut

    1,5

  2. Pure Evoke Home
    100 W
    Pure Evoke Home

    ohne Endnote

  3. Sonoro Audio Primus
    90 W
    Sonoro Audio Primus

    Sehr gut

    1,2


Welche Hersteller sind empfehlenswert?

Generell tummeln sich auf dem Internetradio-Markt nicht übermäßig viele Hersteller. Am bekanntesten dürften Medion, Technisat und Hama sein, wobei Medion seine Radios häufig über Aldi anbietet und preislich tendenziell den Bereich bis 100 Euro im Blick hat. Technisat und Hama wiederum konzentrieren sich auf die etwas teureren Radios ab 100 Euro. Sie schaffen es dadurch, den Fokus mehr auf die Klangqualität zu setzen. Stehen sich die Hersteller in einem Vergleich gegenüber, schneiden Technisat und Hama deshalb meist besser ab. Heißt konkret: Die Bewertungen der Testmagazine fallen positiver aus.

von Stefan Doll

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