DAB-Radios im Test: Was zeichnet gute Geräte aus?

Bluetooth Box und DAB Radio: Teufel Boomster Macht dank Akku und Batteriefach auch unterwegs eine gute Figur: der Boomster von Teufel mit DAB-Unterstützung. (Bildquelle: teufel.de)

Für die Bewertung eines Radios spielt DAB eine eher kleine Rolle. Zwar honorieren Tests, dass Nutzer verglichen mit UKW mehr Freiheiten beim Senderempfang haben. Allerdings gibt es zwischen verschiedenen DAB-Tunern keine wirklichen Klangunterschiede, zumindest keine wahrnehmbaren. Sobald ein Radio DAB+ unterstützt, empfängt es eben Digitalsender – wenn überhaupt, dann unterscheidet sich die DAB-Empfangsleistung. Abweichungen beim Klang liegen deshalb weniger am Tuner, sondern mehr an der Güte der Lautsprecher und Bauteile sowie am Gehäusevolumen.
Testmagazine legen ihren Fazits denn auch klassische Kriterien zu Grunde: Ist der Klang angenehm und kommen die Bässe zur Geltung? Steht ein detaillierter Equalizer zur Tonanpassung bereit? Gefällt Testern der Bedienkomfort, sprich Einrichtung, Tastenlogik sowie Lesbarkeit und Aufbau des Displays? Wie schlägt sich die Ausstattung? Gibt es Extras wie Akkubetrieb, USB, Bluetooth für Musik vom Smartphone oder WLAN für Musikstreams? Je mehr dieser Fragen ein DAB-Radio positiv beantwortet, desto besser stehen die Chancen, dass es sich im Konkurrenz-Vergleich durchsetzt.

DAB-Radios mit besonders hoher Ausgangsleistung

  1. Sonoro Audio Meisterstück
    140 W
    Sonoro Audio Meisterstück
    • Sehr gut

      1,5

  2. Sonoro Audio Primus
    90 W
    Sonoro Audio Primus
    • Sehr gut

      1,2


Was ist ein DAB-Radio überhaupt?

DAB steht wie der Nachfolger DAB+ für „Digital Audio Broadcasting“. Unterstützt ein Radio einen dieser Standards, empfängt es Sender digital. Der wichtigste Vorteil dabei: Die Übertragung ist stabil, rauschfrei und pegeltreu, selbst bei schwachem Signal. Darüber hinaus findet ein Digitalradio automatisch alle verfügbaren Sender und bündelt sie in einer Liste. So entfällt die lästige Frequenzsuche, wie man sie vom UKW-Empfang kennt. Infos, die DAB/DAB+ nebenbei überträgt, sind durchaus nett, mehr aber nicht. Das können etwa die Namen von Song und Interpret, Programmhinweise oder Wetter- und Verkehrsnews sein.

Was ist der Unterschied zwischen DAB und DAB+?

DAB+ ist die Weiterentwicklung von DAB und seit 2011 auf dem Markt. Die Verbesserungen sind technischer Natur und für den Normalverbraucher im Grunde uninteressant. Grob zusammengefasst überträgt DAB+ mehr Sender und klingt etwas besser – das war's. Wichtig ist eher: Alle Digitalradios, die seit dem DAB+-Start in den Handel gehen, unterstützen beide Standards, also DAB+ und DAB. Es gibt also keinen Grund, sich über das Begriffschaos Gedanken zu machen.

DAB- und WEB-Radio TechniSat DigitRadio 585 Mit dem TechniSat DigitRadio 585 empfangen Sie neben Sendern im Standard DAB+ auch Radioprogramme aus dem Internet. (Bildquelle: technisat.com)

Wo kann man DAB+ empfangen?

Auch wenn digitales Radio heute fast flächendeckend empfangbar ist: Das konkrete Programmangebot hängt vom Standort ab. So gesellen sich zu den dreizehn deutschlandweit ausgestrahlten Sendern weitere Angebote je nach Bundesland – in Bayern ist die Bandbreite dabei riesig (ca. 50), in Schleswig-Holstein oder Niedersachsen eher mager (8).
DAB+ bietet folglich mehr Vielfalt als der analoge Empfang via UKW/MW, doch nicht in allen Regionen fällt der Unterschied stark ins Gewicht. Wer gerne möglichst viele Sender zur Auswahl hat, ist mit einem Internetradio ohnehin besser bedient. Hier hat man die Qual der Wahl: Informationen, Reportagen, Themen und vor allem Musiksendungen aus aller Welt – bei ebenfalls digitaler und teils sogar besserer Übertragungsqualität.

von Stefan Doll

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