top-test-4-internetradiosMit einem Internetradio empfängt man mehr als 13000 Radiostationen und über 7000 Podcasts aus aller Welt. Für die Zeitschrift „digital home“ Grund genug, vier Modelle auf Klang, Praxis, Ausstattung und Verarbeitung zu testen. Am Ende können sich vor allem die Geräte von Philips und von Teac behaupten, die man mangels Lautsprecherboxen allerdings an eine bestehende HiFi-Anlage anschließen muss.

Beim Philips Streamium NP2500 gefällt neben dem schicken Gehäuse inklusive großem Farbdisplay auch die Verarbeitung. Das Einbinden ins WLAN-Netz klappt problemlos. Dafür ist einerseits das übersichtliche und logisch aufgebaute Menü, andererseits die mitgelieferte Fernbedienung verantwortlich, die mit einer ordentlichen Tastaturbelegung überzeugt. Über das Farbdisplay werden Senderlogos oder Programminformationen eingeblendet, beim Zugriff auf lokale Dateien vom Computer im lokalen Netzwerk werden sogar die Albencover dargestellt. Verzichten muss man allerdings auf Tonformat und Datenraten der gespielten Stücke, auch die Anzeige von Interpret und Songtitel funktionierte im Test nicht immer einwandfrei. Ansonsten gibt es beim Menü und überhaupt beim Radio nichts viel zu kritisieren: Das Streamium wird über einen koaxialen Digitalausgang oder per analogem Cinch mit der Stereoanlage verbunden, außerdem steht eine 3,5 Millimeter-Klinkenbuchse für den Anschluss eines Kopfhörers bereit. Der Klang über den Digitalausgang ist „vollmundig“ und lässt keine Wünsche offen. Pluspunkte sammelt das NP2500 auch mit Blick auf das sehr gute Preis-/Leistungsverhältnis, mit dem es sich letztlich eine Kaufempfehlung verdient.

Etwas besser – mit 200 Euro Aufpreis allerdings deutlich teurer – ist nur das Teac WAP-8500. Auch das Webradio von Teac lässt sich problemlos konfigurieren und erlaubt dank TwonkeyMedia Server den Zugriff auf Musikdateien im lokalen Netzwerk. Obendrein wartet eine Fernbedienung mit 3,5 Zoll großem Touchscreen auf die geneigte Kundschaft. Die Bedienung ist „kinderleicht“, die Navigation durch das Musikangebot funktioniert reibungslos. Parallel zur Wiedergabe werden ID3-Tags und Albencover der lokal verfügbaren Dateien oder Informationen der Radiosender eingeblendet. Der Media Receiver punktet mit zwei USB-Schnittstellen für externe Datenträger, die in NTFS- oder FAT32 formatiert sein können. Auch hier klappte der Zugriff reibungslos. Obendrein wurden gleich zwei digitale Tonausgänge integriert, ein optischer und ein koaxialer. In Sachen Praxis und Ausstattung heimst das Teac WAP-8500 deshalb die besten Noten dieses Vergleichs ein. Lob verdient sich zu guter Letzt auch die Akustik: Das Gerät spielt sehr ausgewogen, gefällt mit „samtweichen Klängen“ und kann es auf Wunsch „richtig krachen lassen“. Testsieg für das WAP-8500.

Philips Streamium NP 2500 und Teac WAP-8500 zählen zur Spitzenklasse und empfehlen sich für Interessenten, die schon eine HiFi-Anlage besitzen. Wer ein Stand-Alone-Gerät sucht, der fährt mit den beiden Mitbewerbern ebenfalls nicht schlecht: So schaffen es das DNT IPdio Style und das Scott Audio Rxi 400 WL mit einer Note von jeweils 1,6 in die Oberklasse.