top-test-4-subwooferMit einem Subwoofer kommen Musik- und Filmfreunde voll auf ihre Kosten. Allzu beliebt sind die Boxen trotzdem nicht: Sie sind sperrig, etwas kompliziert ein- und aufzustellen und dank prominenter Platzierung auch mit Blick auf die Kabelstränge nicht wirklich dezent. Es gab also gute Gründe für die Zeitschrift „Audio“, vier Subwoofer zu testen, die sich mit unterschiedlichen Konzepten perfekt in den Wohnraum integrieren lassen.

Weil der ideale Aufstellungsort für einen Subwoofer in den meisten Fällen weit weg von der Anlage liegt – also seitlich zum Hörplatz oder dahinter - fährt man mit der Infinity Classia PSW310W besonders gut: Der Hersteller verzichtet vollständig auf Kabel, das Signal wird per Funk übertragen. Man muss lediglich einen kleinen Empfänger mit der Anlage verbinden, die Box ans Stromnetz hängen und einen der vier Kanäle wählen. Die drahtlose Übertragung funktionierte im Test störungsfrei, selbst Zimmerecken und ein Abstand von 20 Metern sind für die Inifinity kein Problem. Überhaupt stimmt die Technik: Strömungsgeräuschen und Kompressionen begegnet der Subwoofer mit zwei seitlichen Passivmembranen anstelle des Bassreflexrohrs. Der Klang ist „massig und druckvoll“, die Box empfiehlt sich damit als ideale Begleitung für Rock-/Pop-Fans und für Liebhaber des satten Filmtons.

Auch der Opus SW 200 von ASW lässt sich elegant in den Wohnraum integrieren. Zwar muss man den Subwoofer im Gegensatz zur Infinity verkabeln, allerdings ist die Box mit 18,5 Zentimetern besonders schmal. Sie passt ohne Weiteres hinters Sofa oder direkt an die Wand, obwohl sie sich dank edlem Furnier und Klavierlack eigentlich nicht verstecken muss. Der Lautsprecher ist sehr tief abgestimmt und reichte im Test am weitesten nach unten. Zwar fehlt ihm bei den richtig „fetten Bässen“ das letzte Quäntchen Druck und Lautstärke, dafür ist die Qualität mehr als ordentlich. Wer auf der Suche nach einer präzisen Basserweiterung ist, der sollte einen Blick zur ASW riskieren.

Einen anderen Weg geht Velodyne beim CHT-12 Q: Der aktive Subwoofer besitzt eine Funktion zur Selbsteinmessung per Mikrofon, die in ähnlicher Form schon in der – deutlich teureren – DD-Serie zum Einsatz kommt. Man ist also besonders flexibel, was den Aufstellort angeht. So kompensiert ein 6-fach-Equalizer die „Dröhngefahr“ bei einer Platzierung unmittelbar an der Wand. Komfort verspricht auch die Fernbedienung, mit der man nicht nur das Einmesssystem, sondern auch Lautstärke, Phasenlage und einen Nachtmodus steuert. So tief nach unten wie die ASW reicht die CHT-12 Q zwar nicht, dafür gibt es Spitzenwerte beim Stereoklang und beim Maximalpegel. Im Vergleich zur Infinitv fand man das Ergebnis präziser und trotzdem druckvoll.

Als Sieger nach Punkten entpuppt sich die perfekt ausgestattete Velodyne, während mit der Infinity vor allem Bass-begeisterte Kabelhasser auf ihre Kosten kommen. Wer sich nach einem besonders weit nach unten reichenden und dennoch präzisen Tiefbass sehnt, der wird mit der schmalen ASW glücklich.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens