Subwoofer: Tieftöner - vier Gruppen, sechs Highlights

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  • Sechs Tiefton-Higlights
  • Alle Filter aufheben

top-test-subwooferMit einem aktiven Subwoofer verbessert man den Klang seiner Anlage auch ohne aufwendiges Tuning, teure Spezialkabel oder den Austausch bestehender Komponenten. Die Zeitschrift „Stereoplay“ hat zwölf dieser Tieftonexperten mit Preisen zwischen 370 und 1600 Euro auf Messwerte, Praxis, Wertigkeit und Klang getestet. Gleich sechs Kandidaten verdienen sich das Prädikat „Highlight“, vier davon wollen wir Ihnen auszugsweise vorstellen.

Das erste Highlight kommt von Nubert und kostet knapp 370 Euro. Der AW-441 ist eine Weiterentwicklung des AW-440 und bringt – trotz niedriger Anschaffungskosten – alle wichtigen Anschlüsse, einen Filter und eine Fernbedienung mit. Die untere Grenzfrequenz der 24,5 Zentimeter breiten, 42 Zentimeter hohen und 38 Zentimeter tiefen Box liegt bei 29 Hertz und damit sehr tief unten. Der Maximalpegel oberhalb von 45 Hertz ist mit 109 Dezibel und in Relation zur Größe ebenfalls sehr ordentlich. Der AW-441 ist obendrein sauber verarbeitet, kassiert allerdings leichte Abzüge für den relativ hohen Standy-Verbrauch. Beim Klang bringt es der Nubert auf 51 Punkte und damit zur Spitzenklasse.

Mit 55 Klangpunkten zählt man den Klipsch RW-12 ebenfalls zur Spitzenklasse, allerdings kostet das Gerät mit 800 Euro mehr als das doppelte. Dafür stimmt die Leistung: Der Subwoofer setzt auf ein üppiges Zwölf-Zoll-Chassis und wird von einem Schaltverstärker mit einer Dauerleistung von 350 Watt versorgt. Bei der unteren Grenzfrequenz ermitteln die Experten einen Wert von 22 Hertz, der Maximalpegel oberhalb von 44 Hertz liegt bei stattlichen 114 Dezibel. Leider ist der Standby-Verbrauch auch bei diesem Gerät, das sich als Allrounder mit besonderen Stärken im Heimkinobetrieb empfiehlt, deutlich zu hoch.

In der Gruppe bis 1200 Euro kann sich der Martin Logan Abyss behaupten. Die Kundschaft darf sich auf eine umfangreiche Ausstattung mit Filtern und Komfortfunktionen freuen, das wirklich Spektakuläre findet sich aber an anderer Stelle: Obwohl der Abys geschlossen ist - also auf Bassreflextunnel oder Passivmembranen verzichtet - erreicht er ein Maximallautstärke von 110 Dezibel und ist damit ähnlich pegelfest wie seine Bassreflex-Kumpanen. Vorteil: Er klingt wesentlich präziser. Dank ausgewogenem und tief nach unten reichendem Spiel erreicht der Abys 59 Klangpunkte, er zählt zur „Absoluten Spitzenklasse“. Hier kommen vor allem Freunde einer ausgewogenen Musikwiedergabe auf ihre Kosten.

Wer den Subwoofer eher im Heimkino einsetzen will und dort auf besonders brachiale Pegel hofft, der wird mit dem Teufel M 9500 SW glücklich. Die THX-lizensierte Box hat zwei Zwölf-Zoll-Chassis an Bord, die von einer kräftigen Endstufe befeuert werden. Entsprechend eindrucksvoll sind die Messwerte: Der Teufel reicht runter bis 26 Hertz und schafft oberhalb von 45 Hertz einen Maximalpegel von 116,5 Dezibel. Über 30 Hertz sind es immer noch 113 Dezibel, pegelfester ist kein Mitbewerber. Pluspunkte gibt es außerdem für den niedrigen Standby-Verbrauch und die praxisgerechte Handhabung.

Je nach Anspruch und Budget sollt hier für jeden etwas dabei sein. Und die Investition lohnt: Normale HiFi-Boxen erreichen nur selten die nötige Tiefe, mit einem Subwoofer lässt sich das Klangniveau der Kette fast immer steigern. Neben den ausführlichen Testergebnisse inklusive Diagrammen zum Frequenzgang bietet die „Stereoplay“ einige hilfreiche Tipps für den Einstieg in Sachen Tiefbass.

Autor: Jens