Soundbars: Podest für den Bildschirm

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Soundbase Canton DM 50Genau wie Soundbars vereinen Soundbases, die bisweilen auch als Sounddecks oder Soundplates gehandelt werden, mehrere Lautsprecher in einem Gehäuse. Allerdings werden die flachen Boxen nicht wie Soundbars vor den Fernseher gelegt oder an der Wand montiert, sondern dienen als Podest für den Bildschirm. Lohnend ist der Griff zur Soundbase, wenn man den dünnen TV-Ton mit einem besonders dezenten System verbessern will.

Virtual Surround

In der Regel werden Lautsprecher für zwei Kanäle verbaut, die mit einem oder zwei Treibern für den Tieftonkanal kombiniert werden. Demnach handelt es sich bei den meisten Soundbases um 2.1-Systeme, und zwar um aktive 2.1-Syteme, denn der Verstärker sitzt ebenfalls im Gehäuse. Wer sich im Bassbereich mehr Druck wünscht, sollte zu einer Soundbase mit einem Vorverstärkerausgang für externe Subwoofer greifen, wie ihn zum Beispiel die Canton-Soundbase DM 50 bietet. Seltener findet man Soundbases, die im Set mit einem externen Subwoofer ausgeliefert werden, hier wäre das Philips Fidelio XS1 zu nennen, bei dem der Subwoofer drahtlos angesteuert wird. Ob nun zwei oder vier Kanäle: Weil der Schall nur aus einer Richtung kommt, nämlich von vorne, setzen die Hersteller auf Virtual-Surround-Techniken, also auf psychoakustische Effekte, die den Surround-Sound echter Mehrkanalsysteme nachbilden sollen. Zum Teil gelingt das richtig gut, doch den Rundumklang eines 5.1-Systems mit separaten Lautsprechern für vorne und hinten darf man nicht erwarten.

Aufstellung und Anschlüsse

Deutlicher Vorteil im Vergleich zu klassischen Stereo- und Mehrkanalsystemen: Eine Soundbase braucht weniger Platz und fällt nicht sofort ins Auge, wenn man den Raum betritt, schließlich wird sie unter den Flachbildfernseher gestellt, nimmt das Gerät also quasi huckepack. Bis zu welcher Zollgröße eine Soundbase geeignet ist, erfährt man beim Hersteller. Entscheidend ist die Bautiefe, sonst passt der Standfuß des Fernsehers nicht, zusätzlich sollte man auf die Tragfähigkeit achten, wobei Fernseher mit einem Gewicht von 40 Kilogramm für gewöhnlich kein Problem darstellen. Anschlussseitig stehen neben analogen Audio-Eingängen auch optische und / oder koaxiale Digitaleingänge sowie immer häufiger HDMI-Eingänge nebst passendem Ausgang bereit, damit man das Tonsignal externer Quellen abgreifen und das Bild ohne Qualitätsverlust zum Fernseher weiterleiten kann. Teilweise wird ein Bluetooth-Modul verbaut, falls man Audio-Signale von Smartphones, Tablets, Notebooks und anderen Bluetooth-Geräten drahtlos zuspielen will.

Autor: Jens