Regallautsprecher: Boxen fürs Regal

regallautsprecherSucht man eine kompakte, harmonische Lösung für Wohn- oder Arbeitsräume, dann bieten sich Regalboxen an. Wie der Name schon verrät, werden die Lautsprecher nicht auf dem Boden, sondern im Regal, auf der Anrichte, einem Ständer oder direkt an der Wand platziert – idealerweise in Höhe der Ohren. Was sollte man außerdem beachten?

Bässe?

Sie sind kleiner als ihre großen Brüder und liefern dennoch überzeugende Ergebnisse - wenn man nicht zu viel erwartet: Im unteren Bassbereich haben Standlautsprecher die Nase vorn, schließlich bieten sie mehr Volumen als Regalboxen. Wer trotzdem zur kompakten Variante tendiert und nicht mit Bässen um die 100 Hertz Vorlieb nehmen will, die für einen Regallautsprecher kein Problem darstellen, kombiniert die Boxen mit einem Subwoofer. Sinnvoll sind Subwoofer nicht nur im Heimkino, sondern auch bei der stereofonen Musikwiedergabe: Weil die Lautsprecher vom Subwoofer entlastet werden, können sie in ihren Frequenzbereichen souveräner aufspielen. Soll kein separater Verstärker angeschlossen werden, lohnt der Griff zum Aktivlautsprecher, also zu einer Box mit eingebautem Verstärker. Steht außerdem eine interne Klangregelung bereit, kann man Bässe und Höhen gezielt anpassen, um suboptimale Raumakustiken zu kompensieren. Bei passiven Boxen gibt es bisweilen Klangschalter zur Ortsanpassung. Externe Klangregler - etwa die ATM-Module von Nubert - zahlen sich nur aus, wenn sie exakt auf die Box abgestimmt wurden.

Chassis und Aufstellung

Die meisten Regallautsprecher arbeiten mit einem Zweiwegesystem, soll heißen: Die hoch- und niederfrequenten Töne werden nicht von einem einzelnen, sondern von zwei separaten Chassis oder einem Koaxialtreiber abgedeckt. Dreiwegesysteme mit einem Chassis für den Mitteltonbereich, die noch mehr Präzision versprechen, findet man bei Regal- oder Kompaktlautsprechern eher selten. Wie gut ein Regallautsprecher tatsächlich klingt, liegt auch an der Aufstellung. So sollten Stereo-Fans darauf achten, dass Boxen und Hörplatz ein gleichschenkliges Dreieck bilden, mit dem Hörplatz an der Spitze. Somit ist der Abstand zwischen den Lautsprechern kleiner als der Abstand zwischen Lautsprechern und Hörplatz. Um das Klangbild zu optimieren, platziert man die Boxen in Höhe der Ohren, leichtes Anwinkeln zum Hörplatz kann ebenfalls helfen. Ob eine freie oder eine wandnahe Position bessere Ergebnisse liefert, lässt sich nicht pauschal sagen. Einige Boxen profitieren von einer wandnahen Aufstellung, bei anderen verliert die Abbildung an Räumlichkeit und Präzision. Es schadet also nicht, wenn Sie ein wenig experimentieren.

Autor: Jens