Lautsprecher: Tieftonsieg für Teufel

Um den Bass des Heimkinos dem echten Kino anzunähern, ist der Einsatz eines Subwoofers unerlässlich. Gleichzeitig entlastet der Tieftöner die restlichen Lautsprecher in einem Mehrkanal-Set, die dann in ihren Frequenzbereichen ungestört aufspielen können. Die Zeitschrift „Heimkino“ hat fünf Subwoofer mit Herstellerpreisen zwischen 400 und 500 Euro geprüft, der Testsieger kommt diesmal von Teufel.

Mit einer Gesamtnote von 1,4 landet der ESW-M6 von Energy in diesem Vergleich zwar auf dem letzten Platz, trotzdem bot er eine sehr gute Vorstellung. Trotz minimaler Seitenlänge von rund 20 Zentimetern hat man dem Würfel drei Chassis mit jeweils sechs Zoll verpasst, bestehend aus zwei seitlich verbauten Passivtreibern und einem Aktivtreiber an der Front. Der Aktivtreiber wird von einer 800 Watt starken Endstufe befeuert und brachte im Test Erstaunliches zustande: Der ESW-M6 geht zwar nicht so sehr in die Tiefe, wie das deutlich größeren Boxen gelingt, dafür brilliert er im Oberbassbereich und zeigt eine druckvolle, trockene und sehr präzise Musikwiedergabe. Er lässt sich ideal mit kompakten Regallautsprechern oder potenten Zweikanalsystemen kombinieren. Hier sollten alle Heimkino- und Musikfreunde zugreifen, die auf Kraft und Dynamik stehen und den Griff zum optisch oppulenten Gerät scheuen.

Etwas üppiger sind da schon die Abmessungen des L5200SW von Teufel. In der Höhe bringt es der aktive Lautsprecher auf 62 Zentimeter, in der Tiefe sind es 44 und in der Breite 36 Zentimeter. Gleichzeitig protzt der Subwoofer des Berliner Audio-Spezialisten mit Ausstattungsfeatures, die man in dieser Preisklasse eher selten antrifft: So darf man sich auf ein Basschassis mit einem Durchmesser von satten 30 Zentimetern, auf eine zwischen 18 bis 180 Hertz stufenlos wählbare Übernahmefrequenz und auf ein lackiertes und äußerst edel wirkendes Hochglanzgehäuse inklusive frontseitiger Alu-Applikation freuen. Sehr überzeugend fand man den Teufel dann auch im Hörtest: Alle Frequenzen, selbst die wirklich tiefen Bässe, wusste er zu verwerten und entsprechend zu vertonen. Der L5200SW wirkte jederzeit voluminös und sauber, selbst im großen Testkino konnte er sein Talent unter Beweis stellen. Gesamtnote: 1,2 (ausgezeichnet)

Wer brachiale Bässe liebt und auch im Tieftonbereich keine Kompromisse eingehen will, der ist mit dem Testsieger von Teufel bestens beraten. Wer eher auf der Suche nach einem optisch unauffälligen Subwoofer ist, der seine Vorzüge vor allem im Oberbassbereich ausspielt, der findet im ESW-M6 einen solilden Spielpartner.

Autor: Jens