Lautsprecher: Teufel schnürt das beste Paket

top-test-6-pc-lautsprecher1Die Zeitschrift „Audio“ hat sechs Lautsprecher-Sets für Laptop und Komplettrechner – vom günstigen Einsteiger-Modell für 130 Euro bis hin zum hochwertigen Set für 480 Euro - auf Klang, Ausstattung, Bedienung und Verarbeitung getestet. In Sachen Preis-/Leistung behält der pegelfeste Kandidat von Teufel die Oberhand.

Das Teufel Concept C 200 mit dem Zusatz „USB“ hat – der Name verrät es schon – eine USB-Schnittstelle an Bord. Der Computer erkennt das per USB angeschlossene Set als externe Soundkarte, man ist also nicht auf die analogen Eingänge und damit auf die Qualität der im Rechner verbauten Soundkarte angewiesen. Mit dieser Fähigkeit zum verlustfreien Signaltransport glänzt ansonsten nur das rund doppelt so teure Magnat Interior Power. Die Installation des Teufel-Sets gelang im Test problemlos, auch im eigentlichen Betrieb konnte sich das Concept C 200 behaupten: Über eine mit Kopfhörer- und Mikrofonanschluss ausgestattete Kabelfernbedienung regelt man Lautstärke und Bass, die Steuerung wird obendrein mit blauen LED-Leuchten visualisiert. Bei den kompakten Satelliten setzt Teufel auf 2-Wege-Bestückung und eine beschichtete Gewebekalotte. Dem Subwoofer hat man ein Bassreflexrohr und einen 20er-Chassis spendiert. Im Hörtest punktet das Set mit dynamischer Film- und Spiele-Wiedergabe. Auch die ausgewogene Wiedergabe von Pop-, Rock- und Klassikstücken trifft den Geschmack der Experten. Besonderes Lob gibt es für den druckvollen und dennoch sauberen Bass. Das ähnlich teure Set von Logitech, das Z-2300, konnte allenfalls beim Bass und beim Pegel mithalten. Kritik gibt es für die „unverständliche bis trötige“ Stimmwiedergabe und für die schlecht aufgelöste Höhenwiedergabe. Hier kommen vor allem Gamer auf ihre Kosten, Musikfans sind mit dem Logitech weniger gut beraten.

Bei den Einsteigermodellen hat Creative Labs mit dem Gigaworks T40 II die Nase vorn. Die Boxen-Gehäuse sind recht stabil und beherbergen je zwei Tiefmitteltöner kombiniert mit einer Gewebekalotte für den oberen Frequenzbereich. In Sachen Bass setzt Creative auf zwei nach oben mündende Reflexrohre. Das Set spielt ausgewogen, zeigt wenig Verzerrungen, bleibt bei der Abbildung allerdings etwas beengt. Abzüge gibt es für den Bassbereich, denn echten Tiefbass schafft das T40 II nicht. Beim Altec-Lansing Expressionist Bass für 130 Euro sieht es anders, allerdings nicht besser aus: Das Set spielt zu basslastig und neigt zum Dröhnen, außerdem hätten sich die Tester mehr Details und eine neutralere Stimmwiedergabe gewünscht. Auch mit diesem Set dürften vor allem Gamer glücklich werden. Am anderen Ende der Preisklasse bewegt sich das in Sachen Neutralität und Raumtiefe sehr gelungene Genelec 6010A. Wer auf Bass verzichten kann oder noch etwas Geld für einen Subwoofer übrig hat, der kann mit dem Genelec in „highendige Gefilde“ vordringen.

Teufel macht mal wieder alles richtig: Für relativ kleines Geld liefert das C 200 klasse Ergebnisse. Bei den preiswerten Kandidaten setzt sich Creative Labs, bei den teuren Modellen Genelec an die Spitze.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens