Lautsprecher: Surround-Set von Heco klingt am besten

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top-test-4-surround-setsDie Zeitschrift „Video-HomeVision“ hat vier hochwertige 5.1-Lautsprechersets der renommiertesten deutschen Hersteller getestet. Alle Kandidaten versprechen intensiven Musik- und Filmgenuss und kosten zwischen 3650 und 4400 Euro. Der Preis ist angemessen: Mit durchdachter Ausstattung und exzellenter Verarbeitung sichert sich Elac den Testsieg, während beim Klang das günstigste Set dieses Vergleichs ganz oben auf dem Treppchen steht.
Für die Heco Celan XT 501 werden 3650 Euro fällig. Die Boxen arbeiten nach dem Zweieinhalb-Wege-Prinzip, die beiden Konus-Treibern übertragen die tiefen Töne also gemeinsam. Weil die einzelnen Treiber durch das Zweieinhalb-Wege-Prinzip entlastet werden, können etwaige Verzerrungen schon im Ansatz vermieden werden. Für den Hochton sind kleine, mit Nanopartikeln beschichtete Gewebekalotten zuständig. Die Lautstärke der Höhenwiedergabe lässt sich über die vergoldeten Brücken am Anschlussterminal begrenzen, praktisch ist das in „eher halligen“ Räumen. Beim Subwoofer setzt Heko auf ein Chassis mit einer 30-Zentimeter-Membran. Die gehärtete Pappmembran verhindert ungewollte Eigenbewegungen, für saubere Ergebnisse sorgen außerdem drei üppige Reflexrohre mit gerundeten Öffnungen. Im Hörraum gefiel die CT 501 mit ihrem dunklen, fast samtigen Timbre. Stimmen werden sehr gehaltvoll, natürlich und mit beeindruckender Authentizität wiedergegeben. Der Bass ist druckvoll und präzise, auch in Sachen Spielfreude und Auflösungsvermögen trifft das Set den Geschmack der Tester. Insgesamt bringt es die Heco beim Klang auf 685 von 900 möglichen Punkten. Weil sie die Konkurrenz in dieser Disziplin hinter sich lässt, reicht es letzten Endes zum Kauftipp.

In Sachen Ausstattung und Verarbeitung muss sich die Heco dem Set von Canton, vor allem aber dem von Elac geschlagen geben. Wie bei allen hochwertigen Serien vertraut Elac beim FS 247 auf sogenannte „Jet-Hochtöner“. Bei diesen Tweetern besteht die Membran nicht aus Gewebe oder Metall, sondern aus mehrfach gefalteter Folie. Dadurch klingt die Elac besonders offen und hat auch bei hoher Lautstärke mit „s-“ oder „f-“ Lauten kein Problem. Bei den Tiefmitteltönern lobt man die geprägte Oberfläche. Durch die Struktur der Membran sollen klangschädliche Eigenschwingungen reduziert werden. Bei den beiden Standboxen wird eine der Bassreflexröhren von einem Kunststoffpfropfen verschlossen. Entfernt man den Stopfen, dann spielt der Bass etwas „flockiger und deftiger“. Der nach dem Downfiring-Prinzip arbeitende Subwoofer lässt sich sogar elektronisch an verschiedene Raumsituationen anpassen. Das Set klingt sehr facettenreich, selbst bei hochwertigen Mehrkanal-Aufnahmen werden Stimmen weit nach vorn geholt. Bis in die höchsten Tonlagen gelingen der Elac klare Ergebnisse, während der untere Frequenzbereich mit einem ordentlichen, wenn auch nicht überragendem Fundament überzeugt.

In Sachen Klang gefällt vor allem die Heco Celan XT 501. Mit ihrem harmonischen Spiel und dem ausgezeichneten Preis-/Leistungsverhältnis sichert sie sich das Prädikat „Kauftipp“. Geht es um Verarbeitung und Ausstattung, dann hat der Testsieger von Elac die Nase vorn.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens