Lautsprecher: Sechs Surround-Sets, drei Highlights

top-test-6-surround_1Man braucht nicht unbedingt üppige Boxen für ordentlichen Rundumklang, denn zu einer Mehrkanalkette gehört in der Regel ein Subwoofer. Der Subwoofer fasst den Tiefbass platzsparend zusammen, obendrein kann man mit dem Bassmangement des Receivers Center und Satelliten entlasten. Das Ergebnis: Eine Klangfülle, die an Standboxen erinnert. Die Zeitschrift „Stereoplay“ hat fünf Surround-Sets getestet und vergibt drei mal das Prädikat „Highlight“.

Das günstigste der drei Highlights kommt von Nubert. Das Set besteht aus einem umfangreich ausgestatteten und äußerst pegelfesten Subwoofer namens AW441 und aus fünf Lautsprechern vom Typ nuBox 101. Die Boxen bringen jeweils vier Kilo auf die Waage, haben je 16 Weichenbauteile, diverse Sicherungen und einen Kippschalter zur Anpassung des Hochtonpegels an Bord. Lob verdienen sich die kompakten Quader für ihren sauberen Frequenzgang oberhalb von 150 Hertz und für ihr ausgezeichnetes Rundstrahlverhalten. Schon ohne Tiefbassfilterung tönt das Set sehr ordentlich. Limitiert man bei 100 Hertz, dann ist das Ergebnis nochmals deutlich besser. Mit 48 Punkten reicht es zu einem „Klang der Spitzenklasse“.

Das Set von KEF bringt es in Sachen Klang sogar auf 50 Punkte. Das KHT 3005 wird seit kurzem in einer K-2-Version inklusive Subwoofer angeboten, der Setpreis liegt bei 1300 Euro. Bei Satelliten und Center setzt KEF auf extrem stabile und akustisch vorteilhafte Gehäuse aus Aludruckguss und auf hochwertige Uni-Q-Punktstrahler. Der Subwoofer (Kube 2) ist mit zwei zehn Zoll großen Chassis ausgestattet, ein Chassis fungiert als Passivradiator ohne elektrischen Antrieb. Die verbaute Endstufe hat eine Leistung von 250 Watt. Im Klangtest entpuppt sich das Set als äußerst feinsinnig, temperamentvoll und räumlich. Spitzenergebnissse erreicht das K-2, wenn man bei 100 bis 120 Hertz filtert.

Das dritte Highlight kommt von JBL und wechselt für 1500 Euro den Besitzer. Das CS 1500 besteht aus vier Lautsprechersäulen für Front und Rear, die erheblich mehr Volumen haben als ihre kompakte Konkurrenz. Säulen und Center konnte man insofern die größten Chassis dieses Vergleichs verpassen, es handelt sich um je zwei 13-Zentimeter große Konustreiber. Zusammen mit dem Subwoofer, der sich in diesem Set schon bei Werten um die 80 Hertz verabschiedet, ist die Membranfläche aller Kanäle vergleichbar mit der Membranfläche konventioneller Standboxen im Stereobetrieb. Entsprechend solide sind die Werte für Linearität und Schalldruckfestigkeit. Auch im Hörtest gibt sich das Set keine Blöße, die Redaktion spricht von einem sehr „erwachsenen“ Auftritt. In Sachen Kraft und Schub stellt JBL alle Mitbewerber in den Schatten.

Einen Klang der Spitzenklasse liefern alle drei Highlights. Beim KEF-System gefiel vor allem das transparente und natürliche Spiel, beim Set von Nubert lobt man Neutralität, Präzision und Preis. Als besonders kraftvoll und schubfest präsentiert sich das CS 1500 von JBL.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens