Lautsprecher: Magnat ist Siegerin der Herzen

In Sachen Bassvolumen und Ausdruck sind große Standboxen sicher die erste Wahl. Geht es allerdings um Optik und Platzangebot, dann bleibt oft nur der Griff zum kompakten Lautsprecher. Mit der Monitor Surpreme- beziehungsweise Vardus-Serie bieten die Unternehmen Magnat und Wharfedale Lösungen für beide Lager. Die Zeitschrift „Audio“ hat die Boxen getestet, Sieger der Herzen wurde die Kleine von Magnat.

Bei der Entwicklung der Vardus-Reihe von Wharfedale standen hohe Belastbarkeit und ein guter Wirkungsgrad im Vordergrund, die Boxen – so der Wunsch des Herstellers - sollten auch mit kleineren Verstärkern lange partytauglich bleiben. Bei der Standsäule VR-400 gibt es deshalb eine Besonderheit: Der Wirkungsgrad wird über einen Passiv-Radiator gesteigert. Dieser Passiv-Radiator (das unterste Chassis) ersetzt ohne Kompression und Nebengeräusche das Bassreflexrohr und verspricht dadurch mehr Präzision. Die eingangs erwähnte Partytauglichkeit bestätigte sich im Hörtest: Bei Pop, Rap und House wurden die Bässe satt und spritzig in den Raum gebracht, eine Beeinträchtigung durch übermäßige Komprimierung oder unsaubere Bässe zeigte sich nicht. Die Aufnahmen präsentierten sich in feiner Auflösung, ohne dabei übertrieben durchleuchtet zu wirken. Noch etwas besser fand man die Monitor Surpreme 1000 von Magnat, die selbst bei orchestralen Werken ihr Talent zum Feinzeichnen und zur Natürlichkeit unter Beweis stellen konnte. Eine Kaufempfehlung gibt es trotzdem für beide Standsäulen. Bei den kleinen Kompakten war der Vorsprung ähnlich knapp: Die Monitor Surpreme 200 wirkte wie die VR-100 von Wharfedale sehr geschmeidig, konnte aber zusätzlich mit einer besonders präzisen und plastischen Instrumentenwiedergabe punkten. Mit ihrem feinen, detailreichen und natürlichen Klang bringt es die Monitor Surpreme 200 auf 61 von 100 Punkten und empfiehlt sich damit als „Siegerin der Herzen“.

Diesmal gibt es drei Kauftipps: Bei den Standsäulen, die in großen Räumen eine bessere Figur machten, liegen beide Hersteller in etwa gleich auf, während sich bei den Leichtgewichten vor allem die Surpreme-Serie behaupten konnte. Allerdings stellt die Supreme 200 auch höhere Ansprüche an den Verstärker als die VR-100 von Wharfedale.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens