Lautsprecher: Genelec 6010A + 5040A

Die 6010A sind kaum größer als herkömmliche Computer-Lautsprecher und damit die bislang kleinsten Nahfeldmonitore von Genelec. Die Aktivboxen empfehlen sich auch ohne Tieftöner für den Einsatz im Profi- und im ambitionierten Heimanwender-Bereich, so richtig Spaß sollen sie aber erst im Zusammenspiel mit dem Subwoofer 5040A machen. Die Zeitschrift „Professional audio“ hat getestet, ob das 2.1-Set den Erwartungen gerecht wird.

Unverwechselbar ist die Bauform der Genelec 6010A mit dem charakteristisch abgerundeten Gehäuse aus Aluminium-Druckguss. Die Zwei-Wege-Lautsprecher wurden überdies mit einer Metall-Kalotte und einem 76 Millimeter großen Tief-Mitteltöner ausgestattet. Die Satellitenboxen bringen jeweils 1,4 Kilogramm auf die Waage und hinterließen bei den Testern einen sehr robusten Eindruck. Im Lieferumfang sind neben Wandhalterung und rutschfesten Tischständern auch alle nötigen Anschlusskabel enthalten. Die Ausgangsleistung der Verstärker liegt bei 12 Watt, so dass der Hersteller nahelegt, eine Raumgröße von 22 Quadratmetern nicht zu überschreiten. Über einen Trim-Regler an der Rückseite lässt sich die Eingangsempfindlichkeit einstellen, allerdings braucht man hierfür einen Schraubenzieher. Abgerundet wird die Ausstattung durch eine Filtersektion mit drei Dipp-Schaltern, über die sich die Frequenzen an den Raum anpassen lassen. Der Subwoofer 5040A – ebenfalls sehr ansprechend gestaltet - wiegt 6,3 Kilogramm und arbeitet nach dem Downfire-Prinzip. Das heißt, die 16,5 Zentimeter große Membran des Basstreibers weist Richtung Boden. An der Unterseite sitzen außerdem alle Anschlüsse und ein zusätzlicher Bass-Reflex-Port. Neben sechs Cinch-Eingängen findet man hier auch einen 3,5 mm-Klinkeneingang für den direkten Anschluss von MP3-Player und Co. und fünf Cinch-Ausgänge für die Satelliten. Optisch fand man die Integration der Schnittstellen an der Unterseite sehr gelungen, sehr praktisch soll diese Lösung allerdings nicht sein. Über eine Frequenzweiche, Dipp-Schalter und subsonischen Filter lässt sich der Subwoofer an die Raumverhältnisse anpassen.

Im eigentlichen Hörtest fand man die 6010A schon ohne Subwoofer und unabhängig von der Musikrichtung überzeugend. Das Klangbild soll sehr ausgewogen sein und mit guter Ortbarkeit punkten. Auch der Hochtöner leistet gute Arbeit, allerdings hätte ein bisschen mehr Frische und Offenheit bei der Feinauflösung nicht geschadet. Auffällig wurde das beim Abhören unterschiedlicher Hallräume. Bei hoher Lautstärke fehlte es den Satelliten – trotz ansonsten ordentlichem Impulsverhalten – etwas an Präzision, allerdings sind die Boxen für solche Pegel auch gar nicht ausgelegt. Unterstützt man die Monitore mit dem 5040A, dann ergab sich sofort mehr Räumlichkeit. Im unteren Bereich macht der Subwoofer ordentlich Druck, allerdings muss man bei steigender Lautstärke leichte Abzüge in Sachen Trennschärfe und Impulsverhalten in Kauf nehmen.

Das System – so bilanziert die Redaktion – eignet sich hervorragend zum Testen der fertigen Produktion und als mobile Abhöre. Beim eigentlichen Mastering empfiehlt sich dann aber doch der Griff zu größeren Boxen. Gleichzeitig dürfen sich auch Kunden aus dem Consumer-Bereich über ein gut abgestimmtes System freuen – zum fairen Preis.

Das Testergebnis in kompakter Form finden Sie hier.

Autor: Jens