Lautsprecher: Acht mal kompakt und aktiv - drei Empfehlungen

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top-test-8-aktivboxen1Ursprünglich für den professionellen Bereich gedacht, werden aktive Lautsprecher neuerdings auch im Desktop- oder Heimstudio immer beliebter: Sie sind kompakt und liefern trotzdem solide Ergebnisse. Die Zeitschrift „Beat“ hat acht Boxen verschiedener Hersteller getestet und spricht drei Empfehlungen aus.

Mit der 6010 A stellt Genelec eine äußerst kompakte Box vor, die sich vor allem für mobile Aufnahmen und für den Einsatz am Computer- oder Schnittplatz eignet. Im reflexarmen Gehäuse wurden ein Dreizoll-Bass-Mittenchassis und ein Hochtöner verbaut, die von zwei 12 Watt starken Endstufen befeuert werden. Der Bassreflexkanal zieht sich quer durch das Gehäuse und macht Frequenzen bis runter zu 74 Hertz möglich. Um selbst bei geringem Abstand zur Box gleichmäßige Ergebnisse zu erzielen, wurde die DCW-Schallführung exakt berechnet. Der maximale Schalldruckpegel liegt bei ordentlichen 99 Dezibel SPL. Auch wenn der Klang nicht ganz so analytisch wie bei den größeren Geschwistern ist, können Stereobild, Klangbalance und Detailauflösung überzeugen.

Überzeugend fand man auch die Infrasonic Blow 4D, bei der ein Vierzoll-Mittenchassis und ein Tweeter zum Zuge kommen. Die in einem separaten Verstärkerraum integrierte Bi-Amp-Endstufe bringt es auf eine Leistung von 55 Watt. Mit Blick auf die Vorderseite entdeckt man außerdem eine Bassreflexöffnung. Die Öffnung unterstützt die Tieftonwiedergabe, die bis runter zu 73 Hertz reicht. Die obere Grenzfrequenz liegt bei 20 Kilohertz. Mit an Bord sind gleich drei Korrekturfilter, um das Klangbild an die Besonderheiten der Umgebung anzupassen, außerdem wurde ein SPDIF-Anschluss integriert. Der Lautsprecher punktet mit guter Abstimmung und klingt insgesamt sehr solide. Nur beim Bass hätte man sich etwas mehr Druck gewünscht.

Samson setzt bei der Media One 4a auf einen Vierzoll-Copolymer-Woofer, für den Hochtonbereich ist ein Einzoll-Seidenhochtöner zuständig. Die beiden 20 Watt starken Endstufen sitzen zusammen mit der kompletten Elektronik in einer der beiden Boxen, die passiv ausgelegte Box wird über Lautsprecherkabel angeschlossen. An der Vorderseite stehen Kopfhöreraus- und Aux-Eingang bereit, an der Rückseite wurden zwei Cinchbuchsen verbaut. Den Klang beschreibt die Redaktion als „rund“ und „ausgewogen“. In Relation zur Größe fand man das Ergebnis sehr überzeugend, zumindest spielt die Samson alle ähnlich dimensionierten Lautsprecher aus der gleichen Preisklasse „an die Wand“.

Wer Boxen für den extremen Nahfeldbereich, also für Schreibtisch- oder Schnittplatz sucht, der liegt mit den drei Empfehlungen von Genelec, Infrasonic und Samson sicher nicht daneben. Dass man mit den kompakten Geräten nicht das Klang-Niveau eines „ausgewachsenen“ Studiomonitors erreicht, sollte allerdings klar sein.

Die Testergebnisse im Überblick finden Sie hier.

Autor: Jens